Geldern Mittelpunkt des Feuerwehr-Universums

Geldern · 800 Wehrleute aus aller Welt, 120 ehrenamtliche Helfer, 90 Ausbilder – die "Rescue Days" sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für die Feuerwehr. Im Oktober werden sie in Geldern ausgerichtet, die Planungen laufen.

"Rescue Days": So hart trainieren Feuerwehrleute
12 Bilder

"Rescue Days": So hart trainieren Feuerwehrleute

12 Bilder

800 Wehrleute aus aller Welt, 120 ehrenamtliche Helfer, 90 Ausbilder — die "Rescue Days" sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für die Feuerwehr. Im Oktober werden sie in Geldern ausgerichtet, die Planungen laufen.

Reiner Stuber ist ein gefragter Mann. Der Verkaufsleiter von "Weber Rescue" ist gerade in Geldern, denn sein Arbeitgeber zeichnet für die "Rescue Days" verantwortlich. Die weltgrößte Ausbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute macht vom 4. bis zum 6. Oktober in der Herzogstadt Station, und die Planungen laufen auf Hochtouren.

Aktuell versucht Stuber, 170 Schrottautos zu organisieren. Die werden im Laufe der drei Tage für Rettungsübungen verwendet. "Das ist gar nicht so leicht, so viele Autos zu bekommen", sagt Stuber. Und ruft direkt auf: "Wer mal zugucken möchte, wie sein altes Auto zerschnitten wird, der kann sich gerne bei uns melden." Wenngleich nicht nur Schrottautos zerschnitten werden. Auch sogenannte "Null-Serien" kommen nach Geldern, nagelneue Luxusautos, die zu Übungszwecken zerschnitten werden. "Da kommen manchem Zuschauer schon die Tränen", weiß Stuber.

Und Zuschauer sind durchaus erwünscht bei dieser Großveranstaltung, zumindest am Sonntag, 6. Oktober. Denn dann werden Übungen speziell für die Öffentlichkeit gemacht, und dann können sich die Besucher auch die allerneusten Feuerwehrwagen anschauen, die von den Herstellern nach Geldern gebracht werden. Dann wird nicht nur der Ostwall zum Feuerwehr-Mekka, sondern auch Nordwall, vielleicht Teile der Issumer Straße und der Gelderner Markt. Dort führt die hiesige Wehr eine Großübung mit ihren Kollegen aus Venlo durch.

Stuber lobt ausdrücklich die Vorbereitungen vor Ort. "Da ziehe ich meinen Hut", sagt der Experte. Die Zusammenarbeit auch innerhalb des Orga-Teams funktioniere offenbar bestens. Denn nicht nur die Gelderner Wehr organisiert die "Rescue Days", der ganze Feuerwehr-Kreisverband packt mit an. "Für eine einzelne Wehr wäre das auch kaum zu stemmen", weiß Stuber. Schließlich werden rund 800 Teilnehmer aus mehr als 20 Nationen erwartet. Das erfordert pro Tag bis zu 120 Helfer, dazu kommen noch 90 Ausbilder von Weber Security. Da wollen allein Unterbringung und Verpflegung genau geplant sein.

Jürgen Buttlar, stellvertretender Löschgruppenführer aus Walbeck, gehört ebenso zum Orga-Team wie der stellvertretende Gelderner Wehrleiter Johannes Lörcks. Von früheren "Rescue-Days" wissen sie, wie viel Arbeit in die Organisation gesteckt werden muss. Doch sie freuen sich über die Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr so eindrucksvoll präsentieren zu können. Buttlar sagt: "Ich hoffe, dass wir so auch mal den Menschen zeigen können, welche Möglichkeiten auch eine Freiwillige Feuerwehr hat, wie wir es sind." Und natürlich hoffen die Verantwortlichen auch auf einen positiven Werbe-Effekt sowie potenzielle neue Mitglieder.

Eine Hoffnung, die nach Stubers Erfahrungen nicht unbegründet ist: "Frühere Veranstaltungen haben gezeigt, dass das Interesse an der Feuerwehr wächst. Und natürlich möchten wir uns insbesondere um die Jugendarbeit kümmern, um diese voran zu bringen."

(RP/rl/sgo)