Konzert in Straelen: Mit Musik groß geworden

Konzert in Straelen : Mit Musik groß geworden

Das erste Mal stand Musikproduzent und Komponist Dieter Falk vor zehn Jahren mit seinen Söhnen Max und Paul auf der Bühne. Nun geben „Falk & Sons“ eines ihrer letzten Konzerte in Straelen.

Viel Zeit hat Dieter Falk mit seinen Söhnen Max und Paul verbracht. Nicht nur morgens am Frühstückstisch vor der Schule, sondern stundenlang in Autos und Backstage-Räumen, auf Bühnen und vor Fernsehkameras. Seit zehn Jahren ist der Musikproduzent und Komponist mit seinen Söhnen als „Falk & Sons“ unterwegs, dreimal traten sie schon in Straelen auf.

Ihr Konzert am 28. September – zur Jubiläumsfeier des Kulturrings – wird ihr letztes sein. „Zehn Jahre“, sagt Dieter Falk, „das ist natürlich eine schöne runde Zahl. Aber das ist nicht der Grund.“ Paul, der jüngere der Falk-Brüder, hat ein Soloprojekt, auf das er sich konzentrieren will. Der 21-Jährige hat im vergangenen Jahr sein Debütalbum „1000 Lieder“ herausgebracht. Zurzeit arbeitet er an seinem zweiten Soloalbum. Sohn Max schließt bald sein Medizinstudium ab – für „Falk & Sons“ die richtige Zeit für ein Ende. „Ein bisschen traurig ist es schon“, sagt Dieter Falk. „Gerade für Paul ist es aber wichtig, nicht immer mit seinem Vater assoziiert zu werden.“

Max war 14, Paul erst 11, als sie gemeinsam mit ihrem Vater erstmals auf der Bühne standen. „Meine Frau und ich sahen das anfangs sehr kritisch.“ In seiner Zeit als Jurymitglied bei der TV-Show Popstars habe Dieter Falk viele Eltern gesehen, die ihre Kinder zum Casting zerrten. „So wollten wir nie sein.“ Doch es war der Wunsch der beiden Söhne, Musik mit ihrem Vater zu machen. Und schließlich überredete ein Theaterdramaturg Dieter Falk zu einem Auftritt im Apollo Theater in Siegen.

Musikalisch mischen die Falks Kompositionen von Johann Sebastian Bach mit Rhythmen aus Blues, Swing, Rock und Pop. Sie spielten in der Johanneskirche in Düsseldorf, im ARD-Morgenmagazin, bei einem Open-Air-Konzert vor dem Brandenburger Tor in Berlin. „Viele Eltern betteln um jede Minute, die ihre Kinder mit einem Instrument üben“, sagt Falk und lacht. „Bei uns waren die Auftritte die Motivation.“

Gekracht habe es zwischen Vater und Söhnen selten. „Wir waren immer sehr familiär, aber auch professionell miteinander“, sagt Falk. Nur einmal, vor einem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten hätten sich die Brüder schlimm gezofft, inklusive Schramme auf der Stirn. „Zehn Minuten bevor wir bei Kiwi auf der Bühne standen, mussten die Visagisten die Macke überschminken.“

Gestritten haben sie wenig, diskutiert dafür umso mehr. „Je älter die beiden wurden, desto mehr haben sie ihren Senf dazu gegeben“, sagt Dieter Falk. „Wir haben schon einen ähnlichen Geschmack: anspruchsvolle Popsongs, Orchestrales, Filmmusik. Doch die beiden waren häufig der Meinung: Der Vater hat die Erfahrung, wir haben den Geschmack.“ Rückblickend sehen das die Brüder aber auch anders. „In den zehn Jahren habe ich mich künstlerisch weiterentwickelt, weil ich mich immer ausprobieren durfte, und nicht zuletzt, weil ich mit einem sehr erfahrenen Musiker, Vater und Vorbild zusammen auf der Bühne stehen durfte“, sagt Paul Falk.

Das Ende von „Falk & Sons“ ist endgültig. Das heißt aber nicht, dass die Falks nicht weiter zusammen Musik machen. Max wird Dieter Falk weiter bei Auftritten begleiten, und auch zum Komponieren kommt das Trio oft zusammen.

Wer „Falk & Sons“ noch einmal sehen will, hat am Freitag, 28. September, bei der Kulturring-Revue die Gelegenheit dazu. Karten für 21,50 Euro gibt es unter www.kulturring-straelen.de.