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Kerken: Mit Genuss dem Mörder auf der Spur

Kerken : Mit Genuss dem Mörder auf der Spur

Der Theaterverein "Gesellschaft Harmonie 1872" Wachtendonk präsentierte am Wochenende in zwei Vorstellungen sein bekanntes Krimidinner. Während die Zuschauer am Freitag in der Gaststätte "Zum Eyller See" in Kerken auf Mörderjagd gingen, wurde am Samstag Gleiches in der neuen Vinothek "Zum Schwan" in Wachtendonk getan. Insgesamt rätselten 130 Theaterfreunde mit, davon 73 am Freitag. Christoph Maesmanns, Spielleiter und in der Rolle von Alf, "unserem Wirt mit den magischen Händen" zu sehen, erklärte, warum der Titel geheim bleiben muss: "Wir sagen grundsätzlich nicht den Titel, weil wir festgestellt haben, dass dann vorher oder sogar während der Vorstellung gegoogelt wird." Denn wer am Ende Täter, Motiv und Tatwaffe richtig errät, kann unter anderem Karten für das nächste Stück des Theatervereins gewinnen.

Das Stück spielte an einem festlich gedeckten Tisch im Restaurant. Alf führte in die Handlung ein: "Sie werden Zeuge einer subtilen Handgreiflichkeit mit Todesfolge, die mit Ihrer Hilfe aufgeklärt wird." Drei befreundete Ehepaare ("Sie kennen sich seit Jahren und gehen durch Dick und Dünn") speisen gemeinsam. Sebastian Krahl (Klaus Schmitz), Verleger von Kochbüchern und mit einer Schwäche für Frauen, wird von seiner Gattin Vanessa (Fine Spachtholz), genannt "Nessie", begleitet. Günther Berlich (Wolfgang Maßing) ist der älteste Freund von Sebastian und leidenschaftlicher Hobbykoch. Er träumt von der Veröffentlichung seines Kochbuchs "Die Seele der Rindsroulade" und einem eigenen Restaurant im Elsass. Ehefrau Hanne (Brigitte Held) kann mit diesen kulinarischen Genüssen kaum mithalten und hatte eine Affäre mit Sebastian. Das dritte Paar im Bunde sind Lucas Schäfer (Andreas Ullrich), Weinhändler aus Leidenschaft, und seine Frau Beate (Dorothea Schröder), die als Krankenschwester über viele Kenntnisse verfügt. Nicht nur sie selbst, auch ihre Tochter hatte eine Affäre mit Sebastian. Als dieser schließlich vergiftet durch "Blauen Eisenhut" zusammenbricht, hat jeder ein gutes Motiv.

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Nach dem ersten Akt genossen die Gäste eine Käse-Lauch-Suppe. Im Anschluss an den zweiten Akt gab es zwei gegrillte Fleischspieße mit Ofenkartoffeln und Salat. Nach dem dritten Akt verteilte Maesmanns Zettel, auf denen die Lösung des Falls notiert werden sollte. So wurde bei Eis mit Sahne und Beerenfrüchten über den Mörder diskutiert, und es wurden Theorien entwickelt. Im letzten Akt ging es an die Auflösung. Und tatsächlich gab es einige Zuschauer, die die Zusammenhänge richtig erkannt hatten und mit Preisen belohnt wurden.

Doch vorsichtig: Wer am Freitag dabei war, durfte den Namen des Mörders nicht ausplaudern. Maesmanns: "Wir bekommen das raus, und derjenige spielt dann beim nächsten Stück mit."

(ym)