Festival am Holländer See: Mit dem Zelt zum Geldernsein

Festival am Holländer See : Mit dem Zelt zum Geldernsein

Erstmals können Besucher des Festivals nach den Konzerten am Holländer See campen. Auf der Wiese ist Platz für 40 Zelte.

Es dürfte eine gute Nachricht sein für alle, die nach einer durchtanzten Nacht auf dem Geldernsein-Festival noch einige Kilometer nach Hause radeln müssten: In diesem Jahr können Besucher am Wochenende vom 30. August bis 1. September erstmals am Holländer See zelten. „Wir wollten das schon lange mal ausprobieren und haben nun die Genehmigung bekommen“, sagt Roger Bruns vom Organisations-Team. „Wir sind gespannt, wie viele Besucher das Angebot nutzen.“ Der Campingplatz wird direkt an der Einfahrt zum Holländer See, auf der Wiese zwischen Straße und Sportplatz, entstehen. Maximal 40 Zelte können dort stehen.

Dabei war den Veranstaltern wichtig, das Camping als lockeres Angebot zu verstehen. So wäre es schön, wenn sich Besucher vorab fürs Übernachten anmelden, aber auch spontanes Camping soll möglich sein. Ein Verantwortlicher wird als Ansprechpartner vor Ort sein und auch kurzentschlossenen Nachtgästen alle Fragen beantworten.

Zudem soll der Platz nicht eingezäunt und vom Bühnengelände getrennt werden. Stattdessen wolle man wahrscheinlich mit speziellen Bändchen die Besucher als Camper kennzeichnen. Die Kosten zum Ausprobieren sind gering: Fünf Euro kostet das Übernachten pauschal pro Person. Auch eine Pfandregelung für den Müll auf dem Zeltplatz sei angedacht, so die Veranstalter. Feuer und offenes Licht seien wie auf anderen Campingplätzen auch untersagt.

Als Zielgruppe sehen die Festival-Organisatoren vor allem Leute aus dem Umkreis mit einer längeren Anfahrt, die sonst mit dem Fahrrad oder dem Auto nach Hause fahren müssten. Fahrzeuge sind auf dem Gelände nicht zugelassen, die Camper dürfen mit dem Wagen aber an die Wiese heranfahren, ausladen und am Friedhof parken. Auch bei Unimicron sollen wieder Parkplätze zur Verfügung stehen.

Der Platz steht von Freitag ab 15 Uhr bis Sonntag, 19 Uhr, zur Verfügung. „Eine Übernachtung auf den Montag, wie es bei vielen Festivals üblich ist, ist bei uns nicht möglich“, sagt Marcel Grothues vom Geldernsein-Team. „Das Programm am Sonntag endet früh, darum werden die Gäste ohnehin früh den Heimweg antreten.“

Foto: Verena Kensbock

Der Geldernsein-Sonntag steht ganz im Zeichen der akustischen Musik. Die Veranstalter ziehen den Stecker, das Lichtspektakel und die lauten Töne bleiben aus – stattdessen soll es leise und gemütlich werden. „Der Sonntag ist ein Tag zum Zuhören und Genießen“, sagt Roger Bruns. „Da wollen wir eine andere Facette des Festivals zeigen.“ Während der Freitagabend rockig und der Samstag tanzbar wird, sorgen drei Bands am Sonntag für Entspannung.

Das Trio „Eigenartig“ spielt Folk mit Geige, Gitarre, Mandoline, Akkordeon und Laute und mischt die Klänge mit humorvollen und nachdenklichen Texten auf Deutsch. Die vier Jungs von „Roast Apple“ aus Hamburg können zwar auch laut, auf dem Geldernsein am Sonntag zeigen sie aber die akustische Seite ihres Indie-Pops. Als „Gelderner Gesicht“ wird Kira Hummen auf der Bühne stehen. Die junge Singer-Songwriterin studiert Popmusik und spielt mit ihrer Gitarre eine Mischung aus Rock der 60er und 70er Jahre, Indie-Pop und Soul. Die Konzerte finden auf der Bühne am Holländer See zwischen 13 und 18 Uhr statt.

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