Issum: Mehr Menschen nach Issum

Issum: Mehr Menschen nach Issum

Städteplaner möchten mit Unterstützung der Bürger dem demografischen Wandel entgegentreten. Gestern stellten die Planer die konkrete Vorgehensweise vor.

Die Voraussetzungen sind geschaffen. Jetzt folgt das Umsetzen mit der Beteiligung von Meinungsträgern und Bürgern. Es geht um das strategische Entwicklungs- und Handlungskonzept für die Ortskerne von Issum und Sevelen.

Nachdem Forschungsinstitute ermittelt hatten, dass die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde Issum stagniert, waren Mitglieder der Verwaltung unter Federführung von Bürgermeister Gerhard Kawaters aktiv geworden und hatten Institute gebten, aufzuzeigen, wie ein Prozess aussehen könnte, dem drohenden Bevölkerungsschwund entgegen zu wirken. Die Wahl fiel auf das Büro für Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS) Hamerla, Gruss-Rinck, Wegmann und Partner aus Düsseldorf (die RP berichtete). Hans-Joachim Hamerla stellte gestern mit Gerhard Kawaters die weitere Vorgehensweise vor.

Alle Lebensbereiche betroffen

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Der Bürgermeister machte eingangs erst einmal deutlich, dass der demografische Wandel, beeinflusst unter anderem durch Geburtenrate, Wegzug und Tod, alle Lebensbereiche betreffen. Dazu zählte er die Infrastruktur für die Bürger, das berufliche Leben sowie den Kultur-, Freizeit- und Tourismusbereich. Hamerla erklärte in diesem Zusammenhang, dass nach Ermittlung von Basiszahlen die Bürger mit in die weitere Vorgehensweisen einbezogen werden sollen (siehe Infokasten). Außerdem würden im März und April erste Gesprächsrunden mit Politik, Verwaltung und Meinungsträgern geführt. Die Teilnehmer sollen unabhängig von ihrer Funktionen Ideen einbringen. Deshalb erfolge die Berichterstattung anonym. "Es darf nicht passieren, dass ein Fraktionsvorsitzender einen Vorschlag unterbreitet, der später nicht von seinen Parteimitgliedern unterstützt wird", erklärte Hamerla. Kawaters erwähnte noch, dass die Gesprächsrunde nur etwa zu einem Viertel aus Politikern bestehen soll. Er zählte weitere Bereiche auf, aus denen Mitglieder kommen könnten: Handel und Gewerbe, Freizeit, Tourismus oder Wirtschaftsförderung. Es gebe auch Personen, die mehrere Bereiche abdecken, wie zum Beispiel Fredi Voortmann, Peter Sommer, Hermann-Josef Windeln oder Wolfgang Gaedicke als Leiter des Antoniusheims in Sevelen. Nach einigen Workshops soll Anfang des Jahres das Handlungskonzept stehen. Parallel dazu erarbeitet ASS auch noch ein Einzelhandelsgutachten.

Internet Frühere Berichte über das Handlungskonzept in Issum unter www.rp-online.de/geldern.

(RP)