Geldern: Marien-Grundschule wird runderneuert

Geldern: Marien-Grundschule wird runderneuert

Fortschritte in Kapellen: Ein Neubau kommt, die Turnhalle ist bald fertig. Aber: Eltern sollen wieder Wände streichen.

An der Kapellener Marien-Grundschule nehmen Reparaturen, Renovierungen und Umbauten Gestalt an. Marion Holbeck vom Förderverein der Schule sieht das mit Freude: "Ich denke, wir können festhalten: Es tut sich was", fasst sie zusammen.

Die wohl beste Nachricht für Kinder, Lehrer und Eltern: Der erhoffte Anbau für Offenen Ganztag, Mensa, Toiletten, Küche und zwei Montessori-Klassen ist genehmigt. Die Stadt Geldern investiert über zwei Millionen Euro, heißt es in einer Elterninformation, die die Schule herausgegeben hat. Der Toilettentrakt und das bisherige Gebäude des Offenen Ganztags werden abgerissen. Dort seien "zum einen große Statikprobleme und zum anderen zahlreiche Risse in dem Boden, den Wänden und den Fliesen aufgetreten", heißt es im Schreiben an die Eltern.

Die Pläne für den Neubau würden der Schulkonferenz vorgestellt, sobald der Architekt sie ausgearbeitet habe, Baubeginn könnte im Sommer sein. Mit Einschränkungen ist dann unweigerlich zu rechnen: "Während der Abriss- und Bauphase werden mehrere Container für die Toiletten und weitere für den Offenen Ganztag auf dem Schuhof aufgestellt. Zudem werden natürlich weiterhin die Räume im Bestandsgebäude genutzt."

Mit dem neuen Gebäudeteil hätte sich eines der größten Probleme der Schule erledigt: die Enge. Zudem soll später auch das Bestandsgebäude saniert werden.

Auch die Turnhalle, die - wie reihenweise Sporthallen in Geldern - wegen Schäden an der Deckenkonstruktion dichtgemacht wurde, ist bald instandgesetzt. Die Schule hofft, sie nach zweijähriger Pause nach den Osterferien wieder nutzen zu können und nicht mehr in die kleine Halle am Kloster Sankt Bernardin hinüber wandern zu müssen. "Das war zwar eine gute Möglichkeit, aber es vergeht eben doch viel Zeit, um mit den Kindern bis zur Halle und zurück zu laufen", erklärt Angela Hüskes, Leiterin der Mariengrundschule. "Da bleibt dann nicht so viel Zeit für den eigentlichen Sportunterricht."

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Bürgermeister Sven Kaiser kündigt weitere Erneuerungen an: "Wir sind übereingekommen, jetzt auch noch notwendige Renovierungen im Bereich der sanitären Anlagen zu erledigen", teilt er mit. "Auf jeden Fall verfügt die Sporthalle an der Mariengrundschule nun über eine schöne Akustikdecke, und die Sicherheit von Kindern und Sportler ist gewährleistet."

Die Ausstattung der Montessori-Klasse, die zum Ärger von Lehrern und Eltern zum Schuljahresbeginn in provisorisch hergerichteten Räumen an den Start gehen musste, ist allerdings immer noch nicht komplett. Der Klassen-Nebenraum werde "wohl bis zu den Osterferien instandgesetzt sein", prognostiziert man beim Förderverein. Dann fehle noch die Einrichtung. "Realistischer Bezugszeitpunkt wahrscheinlich nach den Sommerferien." Die Schule wiederum bittet die Eltern, erneut bei Malerarbeiten Hand anzulegen. Die Stadt habe dazu keine Kapazitäten.

Zu den bekannten Baustellen ist zudem ein weiteres Arbeitsfeld hinzugekommen, das im Vorfeld nicht abzusehen war. Im Sekretariat wurde Feuchtigkeit festgestellt, die Stadt hat Messungen veranlasst.

Grund zur Freude hat die Schule über deutlich gestiegene Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren.

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(RP)