Ludwig Ramacher zum Stand bei der Freien Realschule in Wachtendonk

Interview zur Freien Realschule Wachtendonk : Reges Interesse an „Weitsicht“

Der Schriftführer des Vereins „Freie Realschule Niederrhein“ über den Stand für das neue Bildungsangebot in Wachtendonk.

Wie weit sind die formaljuristischen Vorbereitungen gediehen?

LUDWIG RAMACHER Wir stellen gerade mit unserem Fachanwalt die letzten Unterlagen für den formalen Antrag zusammen. Dabei sind eine Reihe sehr formaler Dinge abzuarbeiten, die schlichtweg das Schulgesetz des Landes und die zugehörigen Verordnungen vorgeben. Ziel ist es, diesen Antrag im Laufe des Monats November zu stellen. Damit sind wir ausreichend früh, um eine Genehmigung im Frühjahr 2020 erwarten zu können.

Wie viele Lehrkräfte interessieren sich für die neue Schule? Und wie viele haben definitiv ihre Mitarbeit zugesichert?

Ludwig Ramacher ist überzeugt vom Erfolg der Schule. Foto: Evers, Gottfried (eve)

RAMACHER Es gibt ein reges Interesse, an der Schule zu arbeiten. Dabei ist aber für die Genehmigungsphase ausschlaggebend, dass die betreffenden Lehrkräfte über die Fakultas, die formale Lehrberechtigung, verfügen. Quereinsteiger können in der Genehmigungsphase auch bei noch so interessanter Qualifikation nicht berücksichtigt werden. Mittlerweile haben wir aber mit fünf LehrerInnen die notwendigen Fachkräfte, um das Stundentableau abdecken zu können. Dabei werden einige Lehrer als Teilzeitkräfte einsteigen, während die Schulleitung mit einer Ganzzeitstelle besetzt sein wird.

Wie sieht es mit dem Raumprogramm für die Schule aus?

RAMACHER Die Schule am Schoelkensdyck befindet sich in einem guten Zustand. Der für den Start auserkorene Klassenraum wurde bereits renoviert. Die Schule verfügt zudem über moderne Fachräume. Insofern steht alles bereit.

Wird der Platz, in dem sich jetzt noch der Jugendraum befindet, benötigt?

RAMACHER Nein, den Platz, den derzeit das JURA belegt, benötigen wir auf absehbare Zeit nicht. Dennoch ist es Absicht der Wachtendonker Politik, bessere, größere Räumlichkeiten für die Jugendarbeit zu organisieren, das JURA kann nur eine Übergangslösung sein.

Wie sieht der Zeitplan aus? Wann beginnt der Unterricht?

RAMACHER Der Unterricht wird zum Schuljahr 2020/21 starten mit einer Klasse, also unmittelbar nach den Sommerferien 2020.

An welchen Hindernissen kann das Projekt noch scheitern?

RAMACHER Im Grunde an gar keinen, alle Vorbereitungen laufen im Zeitplan. Die Gemeinde Wachtendonk unterstützt uns vollumfänglich, wofür wir sehr dankbar sind. Rein theoretisch könnte es natürlich zu wenige Anmeldungen geben, aber bei dem anhaltenden Interesse an der Schule, das wir über direkte Kontakte und soziale Medien erfahren, ist das eine eher unwahrscheinliche Option.

Kann der Verein noch Verstärkung vertragen?

RAMACHER Der Verein hat derzeit 14 Mitglieder, und dies ist für die Startphase ausreichend um alle Schritte zu organisieren. Später, wenn die Schule gestartet ist, wird es notwendig, dass die Eltern der Schüler aktiv einsteigen in einen noch zu gründenden Elternverein. Später werden wir auch Unterstützung aus der lokalen Wirtschaft und von den Bürgern Wachtendonks benötigen, um zum Beispiel den Teil der laufenden Kosten und Investitionen zu schultern, die nicht vom Land NRW getragen werden.