Issum: Lok vom Koetherdyck kommt ins Museum

Issum: Lok vom Koetherdyck kommt ins Museum

Die Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn will die Grubenbahn aufbereiten und fahrbereit machen.

Sie ist weg. "Emma", die kleine Lok am Sevelener Spielplatz Koetherdyck, ist Mittwochabend mitsamt Waggon und Schienen abgeholt worden. Im Gruben- und Feldbahnmuseum der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn bekommt sie eine neue Heimat. Das Museum ist beim Schloss Steinhausen in Witten-Bommern, südlich der Ruhr und knapp 80 Kilometer von Sevelen entfernt.

Denn "Emma" kann später besucht werden. Peter Erk, der technische Verantwortliche der Arbeitsgemeinschaft, wird die ehemalige Grubenbahn des Typs A6M517 wieder herrichten. A steht übrigens für den Sechs-Zylinder-Motor, der die Bahn mal angetrieben hat. Bevor die Bahn aber tatsächlich wieder über Schienen rumpelt, liegt noch eine Menge Arbeit vor Peter Erk. Denn zuerst muss der ganze Sand aus der Lok und dann alles, was aus Sicherheitsgründen festgeschweißt wurde, wieder gangbar gemacht oder ersetzt werden. Später soll die Bahn auch wieder in den Originalfarben leuchten, entweder in Schwarz und Stahlblau, wie sie ursprünglich gebaut wurde, oder in Rot und Gelb, das waren die Sicherheitsfarben, die der Bergbau-TÜV vorgegeben hatte.

Ein Jahr wird die Instandsetzung brauchen. Immer am ersten Sonntag im Monat ist das von Ehrenamtlichen geführte Museum geöffnet. Auf "Emma" hatte der Verein übrigens schon länger ein Auge geworfen. Im Internet gibt es Verzeichnisse über Grubenbahnen und deren Verbleib. Und es sei keineswegs selbstverständlich, dass eine ausgediente Bahn den Weg ins Museum findet. Viele würden einfach verschrottet, erzählen die Männer von der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn. Die Gemeinde Issum hat von dem Verein 1500 Euro bekommen. Mit dem Geld könne man etwas Neues kaufen, sagt Klara Cleven von der Gemeinde.

Die Deutz-Grubenbahn wurde übrigens 1940 gebaut und war in der Zeche "Rheinpreußen" in Moers in Betrieb. Am 29. August 1990 wurde sie an die Gemeinde Issum übergeben und hat fast 30 Jahre lang Kinder davon träumen lassen, Lokführer zu sein. Nun hat sie sich einen Platz im Museum verdient.

(RP)