Geldern: Liebfrauenschüler fragen nach Liebe

Geldern: Liebfrauenschüler fragen nach Liebe

Die rund 90 Mitglieder der Musical-AG präsentieren zum ersten Mal eine Fortsetzung eines ihrer Werke. Auch inhaltlich gibt es viele neue Facetten, bei denen realistische Situationen und philosophische Elemente verbunden werden.

Das neue Stück schließe an ein vorheriges an, erläuterte Lehrer Thomas Cöhnen. "Seit den neun Jahren, in denen Guido Niermann und ich die Musical-AG der Liebfrauenschule leiten, ist unser diesjähriges Stück 'Liebe' nun die erste Fortsetzung, die wir zusammen gemacht haben", erklärte er. "Inhaltlich schließt das Ganze direkt an das Ende von 'Leben' vom letzten Mal an, und wir haben zwei Charaktere, die wieder mit dabei sind. Das verbindende Element ist, dass wir lebens- und realitätsnahe Situationen schildern, an denen Menschen wachsen. Doch auch Leute, die das andere Musical nicht gesehen haben, kommen ohne Probleme mit. Denn trotz der Verwandtschaft ist 'Liebe' komplett eigenständig und unterscheidet sich in vielen Facetten, besonders der Struktur, radikal. Die erste Hälfte ist sehr humorvoll, während es danach sehr intim wird."

Während Cöhnen dies erklärte, wuselten zahlreiche junge Darsteller über die Bühne der Liebfrauenschule, "denn in der ersten Hälfte des Musicals sind neun Leute konstant auf der Bühne. Das macht die Probe natürlich auch etwas komplizierter", so der Lehrer. "Eine Blumenverkäuferin, ein mysteriöser Fahrgast und viele andere Figuren finden sich nämlich an einem Bahnhof ein, und dort überschneiden sich ihre Schicksale", verriet Karla Hilsemer, Lehrerin und Organisatorin hinter den Kulissen. "Das Thema ist zwar 'Liebe', doch nicht so, wie manch einer das vielleicht im ersten Moment erwartet. Denn das Stück handelt auch von der Liebe für das, was man tut. Es handelt von der Liebe zu dem Ort, an dem man lebt, eben von der Liebe in all ihren Aspekten."

Die Gruppen rund um Organisation, Schauspiel und Gesang, Kostüme, Masken, Requisite und Bühnenbau sind bereits im Endspurt, denn das Musical wird von Samstag, 10. März, bis einschließlich Samstag, 17. März, an fast jedem Abend in der Aula der Liebfrauenschule aufgeführt. Nur am Dienstag, 13. März, bekommen die Akteure und Crew einen Tag Auszeit. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr, das Stück beginnt um 19.30 Uhr. "Und wir haben wirklich so einige Hürden zu nehmen", erklärte Darsteller Markus Tebart (18), der den mysteriösen Fahrgast spielt. "Denn viele andere, ich eingeschlossen, haben jetzt gerade Abi und eben die ganzen Aufführungen. Da kommt schon so einiges zusammen. Das ist nicht einfach, aber es macht auch einfach unglaublich viel Spaß."

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"Die Kostüme haben so einen altertümlichen 20er-Jahre-Touch und einen lockereren Stil", meinte Lisa Berghs (19), aus der Kostümgruppe, und ihre Team-Kollegin Lena Balzen (18) erzählte weiter: "In der Geschichte geht es nämlich auch um die Erneuerung des Bahnhofs, so dass zu Beginn alles, auch die Figuren, zwar gepflegt, aber eben nicht modern wirken. Das hat mit einem weiteren Thema von 'Liebe' zu tun, nämlich der Zeit und wie sie alle Sachen verändert. Deshalb tragen alle Charaktere auch ältere Uhren."

Viel Zeit wurde wie immer auch mit der Musikauswahl verbracht, die erneut von Sebastian Benthin stammt, der nicht nur intensiv mit Cöhnen und Niermann, sondern auch den jungen Akteuren zusammengearbeitet hat. Man kann sich also jetzt schon darauf freuen, was die insgesamt rund 90er Personen große Theater-AG der Liebfrauenschule dieses Mal wieder für ein Ideen-Feuerwerk auf die Bühne bringen wird.

Nach dem großen Andrang der vergangenen Jahre sollte sich jeder Interessierte schnell seine Karten sichern.

(cnk)