Gelderland: "Leistende Landschaft" auf Grüner Woche

Gelderland: "Leistende Landschaft" auf Grüner Woche

Die ersten Kisten der "Leistenden Landschaft" - die umfasst Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal - sind in Geldern verladen worden. Ziel: die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin. Auf Einladung des Landesumweltministeriums steht die heimische Region in diesem Jahr für das Leader-Projekt in Nordrhein-Westfalen.

Zusammen mit den drei benachbarten so genannten "Leader"- und "Vital"-Regionen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf ließ sich die Region unter dem Motto "Landvielfalt am Niederrhein - genießen, erholen, leben" für ihren Stand und das Bühnenprogramm in der NRW-Halle einiges einfallen, um den Niederrhein mit allen Sinnen erlebbar zu machen.

Dazu gehören etwa eine Blumenkünstlerin, die mit floralem Schmuck bunte Akzente setzt, eine Umweltpädagogin, die aus heimischen Bio-Kräutern der Firma Rankers aus Straelen schmackhafte Kräutersalze herstellt, oder die Spinnerinnen der Stockumer Wollwerkstatt, die Schönes aus Wolle präsentieren.

"Uns ist es wichtig, eine positive Atmosphäre vom Leben und Arbeiten am Niederrhein zu vermitteln und Messegäste für diese Destination, Themen des ländlichen Raums und vor allem hochwertige regionale Produkte zu begeistern", erläutert Geschäftsführerin Simone Schönell. So wird in Berlin das für den Niederrhein typische Radfahren gleich doppelt in Szene gesetzt: Gäste können sich auf einem Niederrhein-Rad mit einem Kurzfilm auf eine Radtour durch die niederrheinische Landschaft begeben und mit dem Stromfahrrad des Klimabündnisses des Kreises Wesel Strom "erradeln".

  • Hünxe : Leader-Region startklar für grüne Woche

Hinter den Aktionen stehen Themen, mit denen sich die Regionen in ihrer täglichen Projektarbeit beschäftigen: Profilbildung als Agrobusiness-Region, Verbreitung der Kenntnisse über regionale Produkte und ihre Zubereitungen, Erhalt und Steigerung der Artenvielfalt, Zusammenleben auf dem Dorf und Wissensvermittlung zu Fragen der Energiegewinnung.

In Nordrhein-Westfalen werden 28 "Leader"-Regionen und neun "Vital"-Regionen gefördert. Das sind im Regierungsbezirk Düsseldorf die "Leistende Landschaft" (Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal), "Lippe-Issel-Niederrhein" (Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel), "Niederrhein: Natürlich lebendig!" (Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten) sowie die Vital-Region "Schwalm - Mittlerer Niederrhein" (Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal).

Ziel von "Leader" ist es, Impulse zu einer eigenständigen, nachhaltigen Regionalentwicklung zu geben, Entwicklungspotenziale zur Entfaltung zu bringen, bürgerschaftliches Engagement zu stärken und zu vernetzen und insgesamt die regionale Identität zu stärken, um so einen Beitrag zu Verminderung der Herausforderungen der ländlichen Räume zu leisten. "Leader"- und "Vital"-Regionen unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch ihre Finanzierung. "Vital"-Regionen erhalten ausschließlich Landesmittel, "Leader"-Regionen außerdem auch EU-Mittel.

(RP)