Kunstwerke sind in Kevelaer im Haus Am Schenken 2 zu sehen.

Skulpturen und Gemälde : Der letzte Kick in bunten Farben

Die Künstlergruppe „3 D und Jutta“ präsentiert ihre Bilder und Skulpturen zwei Tage lang in Kevelaer.

Künstler sind bei ihrem Schaffensprozess selten unbeeinflusst von der Umwelt. Sei es, dass sie Eindrücke aus der Natur aufnehmen, sei es, dass sie farbenprächtige und pointierte Kommentare zur politischen Lage und gesellschaftlichen Befindlichkeiten abgeben. Das lässt sich auch an der neuen Ausstellung der Künstlergruppe „3 D und Jutta” ablesen. Die Gruppe besteht aus den drei Freizeitmalern Hildegard Jacobs-Douteil, Christa Douteil, Gregor Douteil und Jutta Angenendt, die Skulpturen und Tonarbeiten fertigt.

Gezeigt wird zum Beispiel eine Skulptur von Mann und Frau, die zeigt: Die Beiden gehören zusammen. Eine gemalte Sonnenblume wartet auf den Besuch einer Biene. Ein Gemälde zeigt einen Löwen, dessen Blick sagt: „Ich bin der Herr im Revier.” Auf einem anderen Bild ist das Konterfei einer Frau zu sehen, pure Lebensfreude ausstrahlend. Ein Trump in Öl kickt die Weltkugel weg.

Eine Besonderheit bei dieser Ausstellung: Jeder Besucher erhält ein Gratislos.

An beiden Tagen findet gegen 12, 14 und 15.30 Uhr ein „Schaumalen” statt. Dann zeigen die 3-D-Künstler nacheinander, wie ein Bild auch in kürzester Zeit entstehen kann. Das dürfte interessant werden, besonders auch für die Künstler, die dies zum ersten Mal machen. Die Herausforderung ist also groß. Diese gefertigten Bilder sowie ein bereits fertiges Werk von Jutta Angenendt (eine Herstellung während der Ausstellung ist nicht möglich, da ihre Werke gebrannt werden müssen) werden sodann am selben Tag gegen 17.30 Uhr verlost. Jeder Besucher kann also mit dem Gratislos ein Kunstwerk gewinnen.

 Hildegard Jacobs-Douteil aus Kevelaer hat als Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit vor fast 40 Jahren autodidaktisch mit Bleistift- und Tuschezeichnungen angefangen, gefolgt von Aquarellen. Schon bald darauf malte sie am liebsten mit Ölfarben und seit etwa 20 Jahren, je nach Motiv, auch mit Acrylfarben. Zeitkritische Ölbilder werden von ihr bevorzugt gemalt. Inzwischen sind auch künstlerisch gestaltete Objekte entstanden.

Christa Douteil wohnt in Marienbaum. Die Motivation zum künstlerischen Schaffen gab ihr die ländliche Umgebung ihres Wohnsitzes. So begann sie mit der Aquarellmalerei. Unterstützung erhielt sie in einem Malkreis Gleichgesinnter, der sie lange angehörte. Die Anerkennung ihrer Leistungen bei Ausstellungen beflügelte sie, die Aquarellmalerei mit weichen Konturen durch die Bildgestaltung der deutlichen Konturgebung in der Acrylmalerei zu ergänzen. Seit einiger Zeit gestaltet sie Objekte, die auch etwas ausgefallen sein dürfen.

Gregor Douteil aus Kevelaer hat mit der Aquarellmalerei vor mehr als 40 Jahren angefangen, Schon bald folgten Bilder in Öl und Acryl, ergänzt durch die Airbrush-Technik. Seine künstlerische Fähigkeit wurde vertieft und erweitert durch Besuche von Seminaren in der Worpsweder Malschule.

Ab 1977 hatte er die Möglichkeit, unter der Leitung von Professor Gottfried Böhm, Köln, und Werner Heymann, Glasmalerei Derix Kevelaer, an der Ausführung von Bemalungen in Innenräumen und auf Fassaden vieler Objekte in Deutschland mitzuwirken.

Kunstvoll bemalte Objekte ergänzen inzwischen die große Anzahl seiner Bilder.

„Lebensfreude“ heißt es hier. Foto: Veranstalter
Yeah. Foto: Veranstalter
Kräftemessen. Foto: Veranstalter
„Am Anfang stand der Mensch.“. Foto: Veranstalter

Jutta Angenendt aus Mülheim an der Ruhr hat vor etwa 15 Jahren mit der Töpferei begonnen. Ihre Freude am künstlerischen Wirken erkennt man an ihren Skulpturen und Tonarbeiten. Ideen und Anregungen entnimmt sie dem alltäglichen Leben. Davon geleitet, entstehen entweder Skulpturen oder Tonarbeiten. Ihre hochinteressanten Skulpturen lassen durch die Darstellung deren Stimmung erkennen und deren Gefühle erahnen.

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