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Geldern: Kunst für die Sinne im Garten des Katharinen-Hauses

Geldern : Kunst für die Sinne im Garten des Katharinen-Hauses

Kunstausstellungen sind so schon ein Erlebnis, aber die Arbeiten von Susanne Stenmans aus Kevelaer sind besonders. Denn nicht nur die einzelnen Kreationen sind ein Hingucker, sondern bei ihr ist das aktive Erleben ein großer Teil der faszinierenden Erfahrung. Mal spitz, aber immer mit vielen Rundungen, Schwüngen und interessanter Beschaffenheit sind ihre Kreationen ein Fest für die Sinne.

Etwas, dass nun auch die Bewohner des Katharinen-Hauses erleben können. In ihren Grünanlagen findet für die nächsten zwei Wochen Susanne Stenmans' neue Ausstellung statt. Die "Sinnesgarten" getaufte parkähnliche Anlage kann durch die Ausstellungstücke seine Besucher noch mehr faszinieren. Das Anfassen der Kunstobjekte ist ausdrücklich gewünscht.

Insgesamt 61 Skulpturen, Figuren und andere Kostbarkeiten können entdeckt werden. Manche stehen direkt am Wegesrand, andere sind eher etwas versteckt im Grünen. Eulen, Katzen, umrahmte Glasfächer, in denen sich das Licht bricht, und viele andere Formen, wie schlanke, spitz gewundene Türme können bestaunt werden.

Dabei gab es beim Aufbau einen lustigen Moment, als nämlich die Kinder des angrenzenden St.-Urbanus-Kindergartens wegen der stabähnlichen Turmbauten fragten, "wann denn die Raketen gezündet werden". In die Luft gehen wird zwar nichts, aber zum Anfassen und Spüren sind alle Besucher der Ausstellung und natürlich die Bewohner des Katharinen-Hauses eingeladen. Viele Oberflächenstrukturen der Exponate fangen das Licht ein und entfalten so, je nach Tageszeit und Licht, eine komplett andere Wirkung. Auch die Kombination unterschiedlicher Ton-Objekte, aus denen so eine ganz neue Form entspringt, lädt zum Verweilen ein. Die Handwerkskunst der charmanten Keramikmeisterin Stenmans ist dabei so gut, dass manch ein Besucher schon meinte, dass die oft etwas abstrakten Figuren aus einem einzigen Stück Ton entstanden seien, so nahtlos ist die Verschmelzung der verschiedenen, von Hand geformten Teile.

Zur Eröffnung der ersten Ausstellung im "Sinnesgarten" waren neben den Bewohnern einige Besucher anwesend, während Stephan Beer aus Winnekendonk mit seiner Drehorgel für die musikalische Untermalung sorgte. "Es ist schön, dass wir hier jetzt so etwas zum Anschauen haben", freute sich eine Bewohnerin über die zweiwöchige Ausstellung.

(cnk)