1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Künstlerin Marion Ruthardt hübscht den Platz An de Pomp in Issum auf

Neues aus dem Altbierdorf : Frische Kunst für Issums Platz An de Pomp

Die Frau lehnt sich weit aus dem Fenster. Unter ihr gibt es auch einiges zu sehen. Marion Ruthardt steht mit Farbe und Pinsel bewaffnet vor dem Hubwagen, der sie gleich ein Stockwerk höher fährt.

Die Frau am Fenster ist nicht echt, genauso wenig wie die kleinen Mäuse, die zwischen den Milchkannen herlaufen. Dieses Arrangement ist auf den Stromkasten gemalt. Gleich dahinter erstreckt sich das große Wandgemälde, das auch die Frau am Fenster einschließt.

Am Platz An de Pomp in Issum entsteht das haushohe Gemälde, mit dem Marion Ruthardt aus Rheinhausen beschäftigt ist. Wenn alles fertig ist, werden die Issumer viele Gebäude sehen, die eigentlich aus dem Ortsbild verschwunden sind, zum Beispiel die alte Molkerei oder den Gasthof Schumacher. Die Künstlerin spricht von einer Collage, die entsteht, und blättert in alten Fotos. Die Ideen, was auf die weiße Fassade kommen soll, stammen aus der Bevölkerung. Der Issumer Heimat- und Verkehrsverein hatte zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen. 25 Vorschläge gingen ein. Die reichten von Fantasie-Landschaften bis zur Skyline.

Der Trend der eingereichten Vorschläge ging in die Richtung verschwundene oder historische Gebäude. Für die Fassadenbemalung wurden mehrere Vorschläge zusammengenommen und umgesetzt. Für die Ideengeber wurde ein Preis ausgelobt. Weil fünf Vorschläge übernommen werden, wird das Preisgeld  in Höhe von 250 Euro geteilt.

  • „Diesmal stimmte die Leistung meines Teams“,
    Testspiele der Fußball-Bezirksligisten : Gelungene Generalprobe für Alemannia Pfalzdorf und Viktoria Goch
  • Philipp Langer (links) – hier in
    Fußball-Kreisliga A : SV Sevelen gelingt ein Paukenschlag
  • Mika Schröers traf beim 5:1-Erfolg der
    Testspiele der Fußball-Landesligisten : TSV Wachtendonk-Wankum hat beim Spiel im Borussia-Park viel Spaß

„Marion Ruthardt ist Garant, dass es eine gute Sache wird“, sagt der Vorsitzende des Issumer Heimat- und Verkehrsvereins, Bernhard Greitemeiter. Die Künstlerin malt in der Meisterklasse beim Gelderner Straßenmalwettbewerb und wird vom 20. bis 22. September auch beim Internationalen Madonnari-Festival in Kevelaer dabei sein. Samstag kommt ein Kollege aus Mexiko, Abraham Burciaga, nach Issum, um sie zu unterstützen, bevor auch er zum Madonnari-Festival in die Wallfahrtsstadt weiterreist.

Wann das Fassadengemälde fertig ist, hängt auch vom Wetter ab. Angedacht ist Ende September. Als Clou wird es eine schöne Selfie-Situation geben, verrät Greitemeiter. Also eine Stelle, an der man sich hinstellen und ein schönes Foto von sich und der Fassade machen kann. Damit ist das Projekt aber noch nicht beendet. Auch die gegenüberliegende Fassade bleibt nicht weiß. Dort soll eine ländliche Gartenszene entstehen, der Blick geht von einem Gehöft in Richtung einer feiernden Gruppe, im Hintergrund soll die niederrheinische Landschaft zu sehen sein.

Marion Ruthardts Tun bleibt nicht unbemerkt. Immer wieder wird sie von Issumer Bürgern angesprochen, die in Erinnerungen schwelgen. Und genau dafür soll die Fassadenmalerei auch sein. Die Menschen sollen ins Gespräch kommen und der Platz auch außerhalb von Veranstaltungen zum Anziehungspunkt werden. „Die Verweildauer erhöhen“, nennt es Greitemeier. Und damit man beim Klönen nicht nur stehen muss, gibt es eine Sitzgarnitur. Die steckt in der Truhe auf dem Platz. Den Zahlencode, um sich die Bank hervorzuzaubern, gibt es im Blumengeschäft gegenüber.