Gelderland: Kritik an Wurfsendung in Plastikfolie

Gelderland : Kritik an Wurfsendung in Plastikfolie

Die einen freuen sich über die Infos, andere ärgern sich über die Werbeflut. Samstags wirft der Postbote "Einkauf aktuell" ein. Eine RP-Leserin moniert, dass die Prospekte eingeschweißt sind. Das sei die ökologischste Variante, meint die Post.

Die Post kennt vermutlich jeder. Regelmäßig am Samstag finden die Bürger eine Reihe von Werbebeilagen eingeschweißt unter der Überschrift "Einkauf aktuell" im Briefkasten. Eine RP-Leserin ärgert sich schon lange über die Prospekte. "Die Werbebeilagen darin interessieren mich nicht und wandern direkt in die Tonne", sagt sie. Da sie aber umweltbewusst ist, macht sie sich jedes Mal die Mühe, die Prospekte aus der Klarsichtfolie zu holen. Die Werbung wandert dann ohne das Plastik in der Papiertonne. "Ich weiß aber von genug Leuten, die sich die Mühe gar nicht machen und das Paket komplett in die Papiertonne oder den Mülleimer werfen", sagt sie. Das sei kaum im Sinne der Ökologie. Denn in der Papiertonne haben die Plastikabfälle nichts zu suchen, im Restmüll geht wertvolles Papier einfach unter und wird mit verbrannt. Die Leserin ärgert sich auch darüber, dass sie sich gegen dieses Folienpaket gar nicht wehren kann. "Ich habe mit dem Postboten gesprochen. Der hat mir gesagt, dass ich einen Aufkleber ,Bitte keine Werbung' am Briefkasten anbringen soll. Allerdings möchte ich ja durchaus Werbung bekommen, nur nicht diese Plastikpakete", berichtet die Frau. Sie frage sich, warum die Prospekte nicht einfach in Papiertüten gesteckt werden. Dann könnte das Paket auch komplett in den Papiermüll wandern.

Zugestellt wird "Einkauf aktuell" über die Deutsche Post. Diese Werbung werde bundesweit ausgeliefert, habe 16 Millionen Leser und sei sehr beliebt, so Britta Töllner, Sprecherin bei der Deutschen Post. Die Resonanz der Bürger sei überwiegend positiv. Natürlich gebe es auch immer mal wieder Kritik. Aber darauf reagiere man auch. Gerade mit dem Umweltgedanken habe sich die Post lange beschäftigt "Wir haben nach der schonendsten Verpackung gesucht. Am Ende ist aus unserer Sicht die hauchdünne PE-Folie, in die die Prospekte einschweißt sind, die ökologisch sinnvollste Lösung", sagt sie. Man habe Rohstoffeinsatz, Energieaufwand und Wasserverbrauch unter die Lupe genommen. Die PE-Folie sei einfach am schonendsten für die Umwelt gewesen.

Sich gegen die Prospekte zu "wehren", sei in der Tat schwierig. "Wir können auch nur raten, den Aufkleber ,Bitte keine Werbung' anzubringen. Aber dann gibt es eben auch keine andere Werbung mehr." Einen Aufkleber, der nur den Postboten stoppt, gebe es nicht.

(RP)
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