Besuch der Kinderschutzambulanz am Gelderner Krankenhaus Kreis-SPD: Kinder müssen besser vor Gewalt geschützt werden

Geldern · Seit vergangenem Jahr unterstützt der Kreistag Kleve die Arbeit der Kinderschutzambulanz im Gelderner Clemens-Hospital erstmals auch finanziell. Die Sozialdemokraten machten sich ein Bild vor Ort.

 Eine Delegation der Kreis-SPD besuchte die Kinderschutzambulanz im Gelderner Clemens-Hospital.

Eine Delegation der Kreis-SPD besuchte die Kinderschutzambulanz im Gelderner Clemens-Hospital.

Foto: St.-Clemens-Hospital

„Kinderschutz ist ein vollwertiger medizinischer Teilbereich und kein Hobby, das man nebenbei macht. Allein in der Gelderner Kinderschutzambulanz gibt es rund 150 Fälle pro Jahr und weitere 250 Präventionsberatungen. Die Dunkelziffer ist sicher hoch”, erklärte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Kleve, Jürgen Franken, nach einem intensiven Austausch der Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion mit Vertretern der Kinderschutzambulanz am Gelderner St.-Clemens-Hospital, die ihre Arbeit vorstellten.

Der Kreistag Kleve unterstützt die Arbeit der Kinderschutzambulanz seit vergangenem Jahr erstmals finanziell. „Gerade beim Kinderschutz ist noch viel zu tun und die SPD-Fraktion wird bei diesem wichtigen Thema weiter am Ball bleiben”, so Sigrid Eicker, SPD-Kreistagsmitglied aus Geldern.

„Was Kinder und sogar Säuglinge an körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt erfahren müssen, ist einfach nur schrecklich und macht betroffen“, fasste Gerd Engler, Vorsitzender des Fachausschusses für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Demografie den Vortrag der Leiterin der Kinderschutzambulanz Katharina Ketteler zusammen.

„Kinderschutzambulanzen zeichnen sich durch spezialisiertes Wissen und spezialisierte Instrumente aus, die so keiner Kinderarztpraxis zur Verfügung stehen, ganz abgesehen von der Zeit, die die Kinderärzte zur Beurteilung von Missbrauch und Misshandlung benötigen. Deshalb brauchen wir dringend mehr Austausch und mehr Netzwerke, um Kinder im Kreis Kleve bestmöglich zu schützen”, fasst Jürgen Franken die Ergebnisse des Gespräches mit der Gelderner Kinderschutzambulanz zusammen.

(RP)
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