Senioren überweisen Geld Wieder zwei Fälle von WhatsApp-Betrug im Kreis Kleve

Issum/Kevelaer · Die Serie von Betrügen über den Messengerdienst WhatsApp im Kreis Kleve reißt nicht ab. Mit den beiden nun gemeldeten Taten aus Kevelaer und Issum erhöht sich die Zahl der Fälle im Kreis auf zehn - allein seit Juni.

Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer über den Messengerdienst WhatsApp.

Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer über den Messengerdienst WhatsApp.

Foto: dpa-tmn/Zacharie Scheurer

Wieder sind zwei Menschen aus dem Kreis Kleve Opfer der WhatsApp-Betrugsmasche geworden: Zu Beginn der Woche meldete sich der angebliche Sohn einer 71-Jährigen aus Weeze über den Messengerdienst mit einer neuen Nummer und bat darum, zwei Überweisungen zu erledigen, da er sie aktuell nicht selbst tätigen könne. Die 71-Jährige ging zur Bank und überwies insgesamt einen mittleren vierstelligen Betrag. Am selben Abend kam der echte Sohn zu Besuch - der Betrug fiel auf.

Am Mittwoch erhielt ein 70-Jähriger aus Issum Whatsapp-Nachrichten von Betrügern, die sich als seine Tochter ausgaben. Die falsche Tochter bat um eine dringliche Überweisung, da sie gerade Probleme mit ihrem Bankkonto habe. Der Mann überwies einen dreistelligen Betrag. Auch hier fiel der Betrug erst im Nachhinein durch ein Gespräch mit der echten Tochter auf.

Zuvor war im Oktober eine 68 Jahre alte Frau aus Kevelaer betrogen worden. Im September traf es insgesamt vier Senioren in Emmerich, Goch, Kevelaer und Weeze. Im August wurde ein 80 Jahre alter Mann aus Rheurdt hereingelegt und im Juni hatte es zwei Fälle in Geldern und Bedburg-Hau gegeben.

Eine weitere Häufung hatte es im Frühjahr dieses Jahres gegeben, als die Polizei kreisweit sechs weitere Fälle im März und April meldetet.

Die Polizei warnt: Sollten man per WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Handynummer um Begleichung offener Rechnungen gebeten werden, dann dieser Bitte nich nachkommen. Unbekannte Telefonnummern sollten nicht ohne persönliche Rücksprache in den Kontakten gespeichert werden. Kein Geld an unbekannte Personen oder Kontodaten überweisen. Sollte sich der Absender der Nachricht als Familienmitglied ausgeben, dann diese Angabe prüfen, indem man bei der Familie nachfragt. Am besten nicht auf derartige Nachrichten reagieren. Familienangehörige, Freunde und Nachbarn auf diese Betrugsmasche hinweisen.

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