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Geldern: Kreis Kleve stoppt "GEL"

Geldern : Kreis Kleve stoppt "GEL"

Der Kreisausschuss hat einstimmig beschlossen, keine GEL-Kennzeichen beim zuständigen Ministerium zu beantragen. Bürgermeister Ulrich Janssen will dennoch nicht aufgeben und holt zum verbalen Rundumschlag aus.

Die Frage, ob ein kleines Blechschild die Identität des Kreises Kleve gefährden kann, entzweit gerade die Gemüter.

Kann es — sagten zumindest die Mitglieder des Kreisausschusses, als sie über eine Dringlichkeitsentscheidung zu beraten hatten. Dabei ging es um die Wiedereinführung der GEL-Kennzeichen. Ein Anliegen der Stadt Geldern, das der Kreisausschuss aber ablehnte. Einstimmig. Unter anderem wegen der Identität. "Faktisch", so hieß es in der Verwaltungsvorlage, "würden auch die Bemühungen des Kreises Kleve nach einer einheitlichen Kreisidentität durch einen solchen Rückschritt in Frage gestellt und konterkariert."

Was genau Gelderns Bürgermeister Ulrich Janssen von dieser Begründung hält, macht seine Reaktion deutlich. Anlauf nimmt er mit dem Satz "Eine Äußerung über den Zustand der Kreisidentität wird es von mir nicht geben", um dann Fahrt aufzunehmen: "Ich stelle aber fest, dass der Kreis Kleve erneut Wünsche aus einer bestimmten Region des Kreises zur Unterstützung werblicher Maßnahmen vom Tisch wischt."

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Dass es gewisse atmosphärische Störungen zwischen dem Kreis und der Stadt Geldern als Südkreiskommune gibt, wird auch durch einen weiteren Satz aus Janssens Erklärung deutlich. Besonders bedauere er, teilt der Bürgermeister mit, dass es keine Rückkopplung zur Verwaltungsvorlage gab. Will wohl meinen, dass der Kreis sich nicht hat in die Karten schauen lassen, als er die für Geldern ablehnende Vorlage erstellte. "Auch in einem gemeinsamen Gespräch in dieser Woche hat es keinerlei Hinweise seitens des Landrates gegeben", schießt Janssen gegen seinen Parteifreund Wolfgang Spreen.

Bleibt die Frage, wie oder ob es nun mit den GEL-Kennzeichen weitergeht. Der Kreis Kleve jedenfalls stellt keinen Antrag auf eine Wiederzuteilung des Altkennzeichens. Janssen hingegen gibt sich kämpferisch: "Wir werden das Verfahren gelassen abwarten und dennoch auf dem Dienstweg einen entsprechenden Antrag an das zuständige Ministerium stellen."

(RP/rl)