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Konzert zur Muziek Biennale Niederrhein erklingt in Duisburg.

Klassische Musik am Niederrhein : Ein Nachklang zum Beethoven-Jahr

Aus der Duisburger Liebfrauenkirche werden am Wochenende zwei Konzertabende zur Muziek Biennale Niederrhein als Livestream übertragen.

„Tiefen Schärfe“ – unter diesem Motto präsentiert die Muziek Biennale Niederrhein mit Unterstützung der BTHVN 2020 Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und der Kunststiftung NRW zwei außergewöhnliche Konzertabende im Livestream aus der Duisburger Kulturkirche Liebfrauen. Sie beginnen am Samstag, 29. Mai, und Sonntag, 30. Mai, jeweils um 20 Uhr. Aus bekannten Gründen war eine Aufführung vor Publikum leider nicht planbar.

Zu Ludwig van Beethovens Jubiläumsjahr 2020 initiierten und entwickelten die Komponisten Kunsu Shim und Gerhard Stäbler ein umfangreiches Konzept, das ursprünglich im August 2020 auf dem Gelände der Zeche Friedrich-Heinrich, der Landesgartenschau und der barocken Klosteranlage in Kamp-Lintfort als Eröffnungsveranstaltung der Muziek Biennale Niederrhein 2020 stattfinden sollte.

Nun wird die Duisburger Kulturkirche Liebfrauen zum Spielfeld für eine genauestens komponierte musikalische und performative Dramaturgie, die Naturklänge, elektronische und akustische Geräusche, originale Musikzitate Beethovens, Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert von Cage bis Xenakis sowie fünf Uraufführungen von Shim, Stäbler und Sergej Maingardt im Raum und in der Bewegung inszeniert, Verbindungen aufzeigt und neue Perspektiven schafft.

  • Gerhard Stäbler (links) und Kunsu Shim.
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Eine Besonderheit des Konzepts ist die kollaborative Beteiligung von insgesamt zehn weiteren Komponisten aus aller Welt: Sevket Akinci (Türkei), Christian Banasik (Deutschland), Osvaldo Budón (Argentinien/Uruguay), Bohyun Kim (Korea), Dorone Paris (Israel/Irland), Bernd Preinfalk (Österreich), Jaime Reis (Portugal), Sergej Maingardt (Deutschland) und Linna Zhang (China/Deutschland) und Alwynne Pritchard/Großbritannien/Norwegen.

Als Ausführende konnten die renommierte Sopranistin Alexandra von der Weth, der Schauspieler Thomas Krause, die Ensembles für Neue Musik notabu (Düsseldorf, Leitung Mark-Andreas Schlingensiepen) und Consord (Münster) gewonnen werden. Auch Kunsu Shim und Gerhard Stäbler werden selbst als Performer zum Einsatz kommen. Stefan Fricke, Redakteur für Neue Musik/Jazz/Klangkunst beim Hessischen Rundfunk, wird das Programm moderieren. Eine Dokumentation der Performance-Konzerte mit Fotos und einer CD wird später veröffentlicht. Beide Konzerte können im Internet auf Youtube verfolgt werden.

Link zu Tag 1: https://www.youtube.com/watch?v=0Vh3sNfP6LI

Link zu Tag 2: https://www.youtube.com/watch?v=S9OcCOAA9ps