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Kommunalwahl: CDU startet Wahlkampf in Geldern

Wahlkampfauftakt in Geldern : CDU gibt sich angriffslustig

Die Christdemokraten haben ihren Wahlkampf für den Kreis in Geldern eröffnet. Bürgermeister Sven Kaiser verwies auf die Erfolge in Geldern. In Kevelaer will Mario Maaßen Amtsinhaber Dominik Pichler ablösen.

Die CDU im Kreis Kleve lief sich am Samstag bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke so richtig heiß für den ordentlich an Fahrt aufnehmenden Kommunalwahlkampf. Am Sonntag, 13. September, also in lediglich etwas mehr als einem Monat, wird sich nämlich zeigen, wer beim Rennen um die begehrten Bürgermeisterämter sowie die Position des Landrats die Nase vorne hat.

Erstmals in der Geschichte des Kreises Kleve könnte in diesem Jahr mit Silke Gorißen eine Frau das Zepter der Kreisverwaltung in die Hand nehmen. Auf der Bühne am Markt war sie neben der CDU-Landtagsabgeordneten Margret Voßeler-Deppe die einzige Dame auf der Bühne, neben all den männlichen CDU-Bürgermeisterkandidaten aus den acht Städten und acht Gemeinden des Kreisgebietes. Einige der Kandidaten waren zugegen, um über den außergewöhnlichen „Corona-Wahlkampf“ zu berichten. Vor allem der erste Mann der gastgebenden Stadt Sven Kaiser hat gerade mit stark gestiegenen Fallzahlen zu ringen, die auf eine Hochzeitsfeier im Rheinberger Festsaal zurückzuführen waren. „Wir sind es, glaube ich, sehr professionell angegangen“, stellte der Bürgermeister der Drachenstadt im Hinblick auf den Umgang mit dieser krisenhaften Ausnahmesituation fest.

Auch Mario Maaßen, CDU-Bürgermeisterkandidat der Wallfahrtsstadt Kevelaer, weiß, dass die Corona-Pandemie keine leichte Zeit insbesondere für den innerstädtischen Bereich um den Kapellenplatz war. Doch nun heiße es „volle Konzentration auf den laufenden Wahlkampf“, bei welchem dem amtierenden SPD-Bürgermeister Dominik Pichler in weiten Teilen der Stadt eine glasklare Favoritenrolle zugeschrieben wird. „Wir haben ordentliche Gegner, damit macht der Wahlkampf auch Spaß“, erklärte Maaßen. Der CDU-Mann trotzt offensichtlich sowohl der Underdog-Rolle als auch den aufgehitzten Temperaturen im Kevelaerer Wahlkampf: „Wir werden nicht im Schatten stehen, wir werden angreifen“, versicherte er seinen Parteikollegen und anwesenden Zuschauern.

Der Moderator der Veranstaltung und Vorsitzende des Kreisverbandes der CDU Günther Bergmann befragte Sven Kaiser nach seinem persönlichen Highlight während seiner ersten Amtszeit als Bürgermeister. Zwei wesentliche Punkte im Bereich der Stadtentwicklung seien für Kaiser zentrale Meilensteine gewesen: Zum einen das „dicke Brett“ der Krankenhauserweiterung, die gemeinsam mit dem Träger des St.-Clemens-Hospitals realisiert wurde. Zum anderen das Großbauprojekt am alten Finanzamt, das nun als hochmodernes „Ja-Hotel“ am Südwall erscheint. Erst vor kurzem hat das fertiggestellte Hotel die ersten Gäste in Empfang genommen. Die Fortführung der städtischen Entwicklung sei auch bei einer möglichen Wiederwahl ein zentrales Thema für ihn, hieß es.

Moderator Bergmann wollte anschließend von der Landratskandidatin wissen, was für sie der Begriff Kultur bedeutet.
„Kultur muss ein großes Augenmerk von unserer Seite bekommen“, so Gorißen. Es gebe im Kreisgebiet viele Highlights, wie das Schloss Moyland, das für Erinnerung und Schaffenskraft steht, so die 48-Jährige. Die Erhaltung von Kultur spiele für sie eine zentrale Rolle für die Demokratie.

Auch will sie als Landrätin die im Kreis Kleve gelebte grenzübergreifende Zusammenarbeit weiter fördern. „Wir wollen den Gedanken von Euregio leben“, sprach Gorißen.

Der CDU-Kreisverbandsvorsitzende Bergmann ist sich jedenfalls sicher, dass die Kreis-CDU die richtige Personalie ins Rennen geschickt hat: „Du verbindest eins: Kompetenz und Herzblut. Das brauchen wir im Kreis Kleve.“