Kommentar zum Alkoholverbot beim Karnevalszug in Kapellen

Kommentar „Unsere Woche“ : Hoffnung auf friedlichen Karneval

Falls der Sturm keinen Strich durch die Pläne macht, gehört das Wochenende den Narren. Kapellen will dabei mit neuem Konzept und Alkoholverbot zu wildem Treiben entgegenwirken. Das könnte funktionieren, zeigen andere Beispiele.

Wünschen wir den Karnevalisten, dass der Sturm am Sonntag nicht den Start in den Straßenkarneval verhindert. Viel Herzblut und Schweiß stecken in den aufwändigen Vorbereitungen – ausschließlich von Ehrenamtlern getragen.

Daran sollte auch denken, wer nach den Veranstaltungen immer schnell etwas zu Meckern hat. Nicht nur immer mehr Vorschriften und Auflagen treiben die Mühen und Kosten in die Höhe, es ist leider teilweise auch das Publikum, das zu neuen Wege zwingt. Jugendliche, bei den alkoholisiert aus Partystimmung Randale wurde, haben leider zu einigen Neuerungen gezwungen. In Kapellen wurden für Sonntag die Abläufe geändert. Der Zug beginnt früher, die große Party später. Und wie eine Woche später in Veert gilt neben dem Glasverbot ein Alkoholverbot. „Trockener“ Karneval, damit fremdelt man zunächst. Jetzt wollen die uns auch noch das Feiern verbieten! Aber es gibt bereits Beispiele, dass diese Maßnahme zur Beruhigung beiträgt. In Walbeck klappte das schon vor 22 Jahren nach vergleichbaren Problemen, in Alpen, wo der Kinderkarnevalszug einmal völlig überraschend von Jugendlichen aus den Nachbarstädten regelrecht überrannt wurde, auch. Und die Alternative wären Großeinsätze von Polizei, Ordungs- und Jugendamt, um nur mit Kontrollen und spürbarer Präsenz die Menge im Griff zu halten.

Hoffen wir also am Wochenende auf fröhliche Karnevalszüge in Kapellen, Straelen, Kervenheim und Aldekerk und möglichst „arbeitslose“ entspannte Polizisten am Straßenrand.

Genießen Sie Ihr Wochenende!