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Kommentar zu den Plänen für den Umbau der Realschule An der Fleuth

Kommentar „Unsere Woche“ : Eine echte Win-Win-Win-Situation

Das sind doch mal gute Nachrichten: Wenn die Realschule An der Fleuth wirklich dauerhaft auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule angesiedelt wird, dürfte es am Ende nur Gewinner geben.

Abschiedsstimmung in Veert. Am 5. Juli ist letzter Schultag an der Geschwister-Scholl-Hauptschule. Geldern verliert eine hervorragende Schule, deren Absolventen heute teilweise die wichtigen mittelständischen Betriebe in Geldern führen oder an anderer Stelle erfolgreich sind. Doch seitdem in unserer Gesellschaft nur noch das Abitur als Ziel gilt und sozusagen zum Einheitsabschluss geworden ist, hatten auch die besten Hauptschulen keine Chance mehr. Trend schlägt Qualität.

Vielleicht ist es den vielen Ehemaligen der Geschwister-Scholl-Schule ein Trost, dass zumindest die Gebäude und das Gelände in Veert aller Voraussicht nach weiter für Schulzwecke genutzt werden. Nicht nur als Zwischenunterkunft für die Realschule, die noch An der Fleuth heißt, sondern als neues Dauerdomizil. Der Vorschlag der Schule, hinter dem natürlich Ideen der Experten aus dem Rathaus stecken, klingt hervorragend. Dort gibt es genügend Platz, um mit einem Neubau die Dreizügigkeit zu sichern. Die Anfahrt von auswärts dürfte auch einfacher sein als auf dem Westwall, man denke nur an die großzügige Bushaltestelle. Und es könnte alles viel schneller gehen, als auf den Umbau im schwierigen Bestand am Westwall zu warten. Davon würde am Ende auch die Gesamtschule profitieren, der schneller mehr Räume an der Fleuth zur Verfügung stehen würde. Und auch der Kämmerer gehört zu den Gewinnern, da das Ganze auch noch preiswerter über die Bühnen gehen würde. Also schon eine echte Win-Win-Win-Situation, über die die Politik jetzt noch entscheiden muss.

Und das mit dem Gewinnen geht noch weiter. Ganz Geldern profitiert. Wird der Standort am Westwall nicht mehr dauerhaft als Schule genutzt (abzuwarten bleibt, ob während der Neubauphase für die Gymnasien vielleicht noch Ausweichplatz benötigt wird), könnte auch die Stadtentwicklung weiter nach vorne getrieben werden. Es ist ein echtes Filetstück in der Innenstadt im Schatten der Pfarrkirche, das dann zur Verfügung steht. Und da alles im städtischen Besitz ist, dürfte der Kämmerer auch mit viel Vorfreude den Vorschlägen der Investoren entgegen sehen.

Genießen Sie Ihr Wochenende!