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Kommentar Unsere Woche zum Thema Personalmangel

Kommentar Unsere Woche : „Personalmangel“ wird Dauerthema

Dass der demografische Wandel unser Leben verändern wird, wissen alle seit Jahrzehnten. Trotzdem scheint niemand darauf vorbereitet zu sein. Nun wird uns das Thema „Personalmangel“ dauerhaft begleiten.

Die Zeit der Lieferengpässe wird zu Ende gehen und auch dem Rohstoffmangel wird man begegnen können. Doch ein Thema wird uns dauerhaft begleiten: Personalmangel. Kann mir jemand noch eine einzige Branche nenne, in der die Bewerber Schlange stehen und die Personalchefs sich in Ruhe aussuchen könne, wenn sie denn nun einstellen? Selbst die Stadtverwaltungen mit ihren krisenfesten Jobs sind betroffen. Das Problem trifft alle. Am frühsten hat das Handwerk die Entwicklung gemerkt, spätestens seit Corona ist nun auch in der Gastronomie oder im Pflegebereich absolut Land unter.

Zum Trost: Niemand wird sagen, er ist davon überrascht worden. Das Stichwort demografischer Wandel sollte jeder in den vergangenen 30 Jahren schon einmal gehört haben. Die Wirtschaft konnte sich also immens lange auf diesen Tag vorbereiten – hat aber kaum etwas getan. Und die Politik? Erst recht nicht. Die drückt sich schon davor, dass Rentensystem zukunftsfest zu machen und der Bevölkerungs- und Altersentwicklung anzupassen, wird also bei den entscheidenden Problemen nicht helfen können. Oder glaubt noch jemand, dass in Berlin ein vernünftiges Einwanderungsgesetz auf den Weg gebracht werden könnte?

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Nach Lösungen muss vor Ort gesucht werden – in kleinen Schritten. Es ist gut, dass die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve das Thema offensiv angeht. Natürlich passt auch der Vorschlag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Geflüchteten aus der Ukraine im Arbeitsmarkt eine Chance zu geben, ins Bild. Am Ende greift der Wettbewerb, um die Arbeitskräfte muss gekämpft werden. Da mag der Blick in die Niederlande helfen, ebenso wie die Idee, Pendler zu fragen, ob sie wirklich jeden Tag ihre Lebenszeit für lange Fahrten opfern wollen. Arbeitgeber müssen sich attraktiv für Mitarbeiter machen und die Region muss dafür sorgen, dass sie so lebenswert ist, dass die Menschen hier leben und arbeiten möchten. Und da das alle im Land so sehen werden, wird das eine Riesenaufgabe.

Dirk

Möwius

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