Kommentar Unsere Woche Unter dem Damokles-Schwert

Meinung · Der Frühstart von „Heiß auf Eis“ ist gelungen. Die Menschen freuen sich darauf, wieder in gemütlicher Runde in den Städten zusammenzustehen. Doch kann man mit gutem Gewissen angesichts der Infektionszahlen zum Weihnachtsmarkt bitten?

 Der Start von „Heiß auf Eis“ ist gelungen.

Der Start von „Heiß auf Eis“ ist gelungen.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Der Auftakt war eindrucksvoll: Am Donnerstag nach dem St.-Martins-Zug war es schon richtig voll bei „Heiß auf Eis“. Und auch an diesem Wochenende darf am getrost davon ausgehen, dass Glühwein, Eierpunsch oder das Winterbier unter dem Riesentannenbaum gefragt sind. Der Frühstart ist gelungen. Die Menschen freuen sich darauf, wieder in gemütlicher Runde in den Städten zusammenzustehen. Und doch schwebt wie das Schwert des Damokles das Virus über den Veranstaltungen, auch über den vielen Märkten, die in den nächsten Wochen folgen. Kann man mit gutem Gewissen angesichts der Infektionszahlen zum Weihnachtsmarkt bitten? Meine persönliche und sicherlich nicht fachkundige Meinung: „Bei 3-G-Regeln, wobei mir 2-G oder auch 2-G-plus sympathischer wäre, und an der frischen Luft habe ich wenig Angst vor der Infektion. Dazu gehört aber, dass die versprochenen Stichproben-Kontrollen wirklich regelmäßig durchgeführt werden.

Für Geldern hätte ich mir zudem gewünscht, angesichts der sinnvollen Verlängerung von „Heiß auf Eis“ eher nach hinten noch näher an Weihnachten zu gehen. Zwölf Tage vor dem Fest ist Schluss. Es wäre gut, für die Zukunft bei allen berechtigten Interessen der Wochenmarktbeschicker da weiter nach sinnvollen Kompromissen zu suchen.

Und ein wenig reibt man sich auch die Augen, wie wenig noch die traurigen Sonntage des Novembers mit Volkstrauertag und Totensonntag unseren Alltag beeinflussen. Immerhin gibt es an den beiden Sonntagen keine Musik bei „Heiß auf Eis“. Ob das reicht, den Feiertagen gerecht zu werden, mag ich nicht abschließend beurteilen. Aber schreiben Sie mir gern, was Sie davon halten.