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Konzert in Wachtendonk: Kölsche Tön för immer schön

Konzert in Wachtendonk : Kölsche Tön för immer schön

Der Männergesangverein Cäcilia und der Quartettverein Glocke brachten das Schaukeln und Schunkeln in die St.-Michael-Kirche in Wachtendonk.

„Kölsch ist für die meisten von uns zunächst wie eine Fremdsprache gewesen“, erklärte Kurt Keller, Schriftführer und Solist des Quartettvereins Glocke Wachtendonk. Seit Januar 2018 trafen sich die Chorsänger der Glocke und der Cäcilia Wankum jeden Dienstag für 90 Minuten Gesangsprobe mit dem Musikpädagogen Christian Wilke, um das Programm des Gemeinschaftskonzerts einzustudieren. 17 Stücke von De Bläck Fööss, Brings und vielen weiteren Kölner Bands wurden unter der Direktion des freiberuflichen Musikers Wilke beim Konzert „Kölsche Tön för immer schön“ in der St.-Michael-Kirche Wachtendonk am Sonntag performt. Musikalisch unterstützt wurden sie von der Band Tabasco, die Wilke vor rund zehn Jahren ins Leben gerufen hat.

Um Punkt 17 Uhr ging es los. Die beiden Chöre schritten zum Altar der St.-Michael-Kirche voran. Wilke animierte die Besucher in seiner Begrüßungsrede zum munteren Mitmachen und Mitsingen, zum Schunkeln und Schaukeln während des Programms. Zum Warmwerden startete das Konzert mit einem bunten Mix von Kölschen Klassikern. Darauf sangen die Chöre „En d´r Kayjass“ von Heinrich Welsch und Hits von Willi Ostermann. Im Anschluss war das Publikum auf Hochtouren, als der erste Solopart bei „Drink doch ene met“ von Kurt Keller gesungen wurde.

Vor der 20-minütigen Pause zur Konzerthalbzeit zeigte Eckhard Prewitz, Vorsitzender der Cäcilia Wankum, bei „Ich ben ne Räuber“, dass auch er Qualitäten als Solosänger besitzt. Um 18.15 Uhr ging es dann weiter. Ausgerechnet Keller, der sich als Gladbacher Jung versteht, begeisterte mit seinem Sologesang bei „Kölsche Jung“ von Willy Millowitsch. Der bekennende Borussenfan wollte den Text ursprünglich in „Gladbacher Jung“ umdichten: „Gladbacher hat eine Silbe mehr als Kölsche“, scherzte der Solist des Quartettvereins Glocke. Deswegen blieb der Text in der bekannten Urfassung bestehen.

Einen Höhepunkt erreichte das Konzert beim Schunkelmix. Wilke rief die Anwesenden zum Einhaken bei den Sitznachbarn auf. Bei De Boores „Rut sin de Ruse“ wurde es laut im Gotteshaus als die rund 150 Gäste den Refrain mitsangen.

Ausklang fand der Abend gegen 19 Uhr mit „Bye, bye my love“ und „Dat Wasser vun Kölle“ in Kölscher Gospelmanier. Wer das Konzert verpasst haben sollte, der hat am Sonntag, 3. Februar, um 17 Uhr die Gelegenheit das Konzertprogramm in der St.-Martin-Kirche Wankum zu verfolgen. Der Eintritt kostet zehn Euro.