Geldern: Knöllchen vom "Haagscher Weg" sind nicht gültig

Geldern : Knöllchen vom "Haagscher Weg" sind nicht gültig

Halteverbot auf der östlichen Straßenseite war geplant, wurde dann aber nicht eingerichtet. Ordnungsamt ist informiert.

Während des Kirmes-Aufbaus sind am Donnerstag vergangener Woche am Haagscher Weg irrtümlich Strafzettel wegen falschen Parkens verteilt worden. Betroffen ist nur die eine Straßenseite des Haagscher Weges: der asphaltierte "Parkstreifen" vor den Haustüren der Mehrfamilienhäuser Nummer 2-4 und Nummer 6-8. Ein Bürger habe zunächst wegen eines Umzuges die Einrichtung eines Halteverbotes an der Stelle beantragt, erklärte Stadt-Sprecher Herbert van Stephoudt den Fall. Dann habe der Betreffende sein Ansinnen aber wieder zurückgenommen, "weil er Angst hatte, dass die Schilder im Kirmes-Wirrwarr irgendwie wegkommen könnten".

Nichtsdestotrotz müssten die Halteverbotszeichen am Donnerstag aber irgendwie für einige Zeit aufgestellt worden sein, so die Stadt. Und ausgerechnet in dieser Zeitspanne müsste eine Verkehrsüberwachungskraft ihre Runde gemacht und Tickets ausgestellt haben.

So weit rekonstruierte van Stephoudt den Gang der Dinge gestern nach ersten Nachforschungen auf Anfrage der RP. Heute will man sich noch einmal an die Ermittlungen begeben.

Klar ist aber jetzt schon: "Es wird kein einziges Knöllchen von dieser Stelle vollstreckt", versichert Stadt-Sprecher van Stephoudt. Im Computersystem sollten sie schon gelöscht sein, "im Grunde sind die Knollen schon nicht mehr existent". Wer dennoch per Post eine schriftliche Zahlungsaufforderung erhält und glaubt, dass das nicht rechtens ist, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02831 398142 bei der Stadt zu melden; die Ansprechpartnerin ist Gabriele Voß. Das gleiche gilt für alle, die das Geld schon überwiesen haben sollten.

Völlig zurecht wurden allerdings Strafzettel an der anderen, den Hauseingängen gegenüber liegenden Straßenseite des Haagscher Weges verteilt.

Auch da stehen häufig parkende Autos, wegen der Pfingstkirmes war auf jener Straßenseite aber tatsächlich ein Halteverbot eingerichtet worden. Es galt vom Aufbau an über die gesamten Kirmes-Tage hinweg und war auch korrekt ausgeschildert.

(RP)
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