Kerken: Schon wieder Feuer in Tagungshotel Via Stenden

Ehemalige Flüchtlingsunterkunft in Kerken : Erneuter Brand in Tagungshotel „Via Stenden“

Nachdem der ehemalige Verwaltungstrakt des leerstehenden Tagungshotels „Via Stenden“ am frühen Sonntagmorgen in Kerken in Flammen stand, hat sich das ganze wiederholt. In der Nacht zu Montag brach im gleichen Gebäudeteil erneut ein großes Feuer aus.

Der Leiter der Kerkener Feuerwehr Oliver Käfer fasste die Lage am Montag zusammen: „Heute Morgen um viertel vor fünf sind wir wieder alarmiert worden, und da stand das ganze Ding wieder in Vollbrand.“ Wieder waren es Passanten, die das Unglück bemerkten: „Diesmal haben Leute das von der B 9 aus gesehen und die Feuerwehr angerufen.“

Er könne sich nicht erklären, wie es beispielsweise durch unentdeckte Glutnester erneut zu einem Feuer solcher Ausmaße habe kommen können. „Es kann natürlich sein, dass irgendwo in einer Zwischendecke noch was ist“, so Oliver Käfer. Daraus könne durchaus wieder ein neuer Brand entstehen. Aber weil am Sonntag bei Kontrollen immer wieder solche Glutnester auffielen und auch erneut aufflammten, rückten die Brandbekämpfer am Sonntagabend nach 21 Uhr zu Nachlöscharbeiten aus. „Die Kollegen haben bestimmt eine Stunde lang Wasser drübergegeben und dann noch einen Schaumteppich drübergelegt“, so Käfer. Da habe nichts mehr geschwelt. Dass der Bau dennoch ein paar Stunden später wieder lichterloh in Flammen stehe, „das ist eigentlich nicht erklärbar“. Als der Alarm ging, hätten sowohl er als auch seine Kollegen erstmal gedacht: „Jetzt ist der nächste Gebäudeteil dran.“ Bereits am frühen Sonntagmorgen hatte es in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in Kerken gebrannt.

Polizei geht beim ersten Feuer von Brandstiftung aus

Die Ermittlungen der Polizei zu dem gesamten Geschehen laufen. Die Vermutung zur Ursache des ersten Feuers steht im Raum: „Man geht von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus“, so Polizei-Sprecherin Anna Stammen.

In der Nacht zu Sonntag forderte die Feuerwehr noch Unterstützung und Material aus Nachbarkommunen an, um der Lage Herr zu werden. Das zweite Szenario bewältigten die Kerkener nun aus eigener Kraft. Etwa 50 Leute waren im Einsatz, der für die meisten wiederum etwa drei Stunden dauerte. Die letzten 15 Kollegen kamen allerdings erst am Montagvormittag nach Hause.

„Ich bin dankbar, dass so viele Kameraden gekommen sind, obwohl sie in der Nacht davor schon unterwegs waren“, sagt Wehrleiter Oliver Käfer. Er sei „stolz, so eine Truppe zu haben“.