Kerken: Kein Zuschuss für Kerkens DLRG-Hütte

Kerken: Kein Zuschuss für Kerkens DLRG-Hütte

Ortstermin an der Hütte am See, die bisher der DLRG als Sanitätsraum dient. "Vorsicht, nicht auf das Brett treten", sagt Marco Bruchwalski. Er ist der Ortsgruppenleiter der DLRG Kerken und geht vor. Die Eingangsstufe zur Hütte ist morsch.

"Im Sommer sind die Bäume wenigstens ein bisschen grün", sagt Bruchwalski entschuldigend und meint, dann fällt der Zustand der Hütte, die nicht mehr als ein in die Jahre gekommenes Gartenhaus ist, nicht auf. Deswegen wünschen sich die Ehrenamtlichen der DLRG Kerken eine neue Bleibe. Die sollte natürlich weiterhin am Eyller See sein, denn von Mai bis September sind die DLRGler an den Wochenenden als Schwimmaufsicht vor Ort. In diesem Jahr wurden insgesamt 854 Stunden ehrenamtlicher Wachdienst geleistet. Im Hallenbad Rheurdt geben die Aktiven der DLRG Kerken Schwimmunterricht.

Eine neue Hütte kann die Ortsgruppe der DLRG Kerken nicht allein stemmen. Die BVK hatte deswegen einen Antrag gestellt, die Erneuerung mit 5000 Euro zu unterstützen. Der war im beratenden Schul-, Kultur- und Sozialausschuss erst einmal abgelehnt worden. "Weil die Hütte auf privatem Grund steht", nennt Bruchwalski eine der Begründungen, die er gehört hat. Als die Hütte vor mehr als 25 Jahre aufgebaut wurde, war das Gebiet noch Gemeindeeigentum. Dass die Hütte mittlerweile auf privatem Grund steht, dafür können die Ehrenamtlichen der DLRG nichts. Eine weitere Begründung war, dass die Vereine nur zu Jubiläen eine Unterstützung durch die Gemeinde erfahren. "Es gibt einen Ratsbeschluss, der ist noch vor meiner Zeit entstanden, dass wir über die gemeindeeigenen Sportanlagen hinaus keine Zuschüsse gewähren", bestätigt Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking. "Dass auch anderes wichtig ist, ist unbestritten. Aber wenn, muss für alle Vereine das Gleiche gelten. Wo sagt man Nein?"

Die Ausnahme: Jubiläen. Pech, dass es die DLRG Kerken seit 64 Jahren gibt, bis zum 75. ist es noch lange hin. Solange kann und will man nicht mit der Renovierung warten. "Den Aufbau der Hütte würden wir natürlich in Eigenleistung machen", sagt Bruchwalski. Angedacht ist, die Hütte um einen Raum zu erweitern. Bisher passt dort eine Liege rein und die gestapelten Stühle für die Wachaufsicht. "Die kostengünstigste Variante wäre, dass wir auch einen Schulungsraum am Eyller See bekommen, statt dass wir uns nach einem zweiten Standort umsehen", schlägt Bruchwalski vor. Denn bisher hat die DLRG Kerken keinen festen Raum innerhalb der Gemeinde, außer ihre morsche Hütte.

Die letzte Entscheidung trifft der Kerkener Rat am Mittwoch, 20. Dezember.

(RP)