1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung zieht Corona-Bilanz.

Beratung im Kreis Kleve : Schnelle Hilfe – auch in Corona-Zeiten

1108 Menschen haben im vergangenen Jahr die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Münster im Kreis Kleve in Anspruch genommen. Weihbischof Rolf Lohmann informierte sich vor Ort über die Situation.

Für alle Menschen da sein, die Rat suchen oder Hilfe brauchen – unabhängig von Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung: Das ist das Ziel der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Münster. Im Kreis Kleve ist die EFL in Geldern, Kevelaer, Goch, Emmerich und Kleve mit Beratungsstellen vertreten, das aus 14 Fachkräften bestehende Team wird von Stephan Billen geleitet. „Im vergangenen Jahr haben 1108 Menschen unser Angebot in Anspruch genommen“, blickt Billen zurück.

Man habe in der Corona-Zeit schnell reagiert und neue Beratungsmöglichkeiten per Mail, Telefon und Videochat ermöglicht und so vielen Menschen durch die belastende Zeit geholfen. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, in allen Städten und Gemeinden des Kreises Kleve mit unseren Angeboten präsent zu sein und mit Partnern wie etwa den Familienzentren zu kooperieren. Während der Pandemie war das lange nicht möglich, dennoch haben wir es geschafft, bestehende und neu geschaffene Beratungsangebote miteinander zu verbinden“, erklärt Billen.

  • Finale Übergabe der Radtasche am Klever
    In drei Wochen : Kreis Klever radeln über eine Million Kilometer
  • In Kleve ist das Kino im
    Zusätzliche Impforte in der Stadt : Kleve schlägt Kino und Stadthalle als Impf-Orte vor
  • Lange Schlangen suchte man vor dem
    Ohne Termin zum Impfzentrum : Kein Ansturm auf neues Impf-Angebot im Kreis Kleve

Über das Angebot der EFL hat sich im Klever Kolpinghaus Weihbischof Rolf Lohmann gemeinsam mit Kreisdechant Johannes Mecking informiert. Die Beraterinnen und Berater berichteten dem Weihbischof aus ihrem Beratungsalltag. Dabei wurde deutlich, dass zahlreiche Klientinnen und Klienten eigentlich eine Therapie bräuchten, aber lange auf einen freien Platz warten müssen. Die Zeit bis dahin werde durch das EFL-Angebot überbrückt. Das könne, erfuhr Lohmann, auch für die Berater zu einer großen Belastung werden. Zugenommen habe im vergangenen Jahr der Gesprächsbedarf bei Menschen, die unter Angstattacken litten. Während des Lockdowns seien Konflikte in Familien und Partnerschaften oft deutlicher als früher zutage getreten, stellten die Beraterinnen und Berater fest.

Andrea Stachon-Groth, Leiterin der EFL im Bistum Münster, war ebenfalls nach Kleve gekommen. Sie machte deutlich: „Wir wollen mit unserem Angebot eine frühzeitige Unterstützung bieten und nicht erst dann einbezogen werden, wenn es eigentlich schon zu spät ist.“ Daher sei es wichtig, dass die EFL im Kreis Kleve an fünf Standorten präsent sei.

Weihbischof Lohmann bedankte sich nach dem Gespräch bei den Beraterinnen und Beratern für deren Einsatz. „Ihre Arbeit ist ein wichtiges Format der Seelsorge“, betonte er. „Es ist gut, dass wir mit Ihnen Mitarbeiter mit einer fachlichen Qualifizierung haben, die auf die Menschen zugehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Danke, dass Sie ein positives Bild von Kirche vermitteln.“

(RP)