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Geldern: Kastrationspflicht für Katzen vertagt

Geldern : Kastrationspflicht für Katzen vertagt

Viele freilaufende Katzen, denen es gut geht, vermehren sich immer weiter. Folge: Irgendwann ist die Population so angewachsen, dass das Futter in der freien Natur nicht mehr ausreicht. Viele Samtpfoten siechen dann langsam vor sich hin, ehe sie krank und abgemagert sterben.

In Geldern möchten einige Tierschützer dieses Elend nicht mehr mitansehen. Deshalb wurde nun ein Antrag im Hauptausschuss im Bürgerforums diskutiert, der sich mit der Einführung der Kastrationspflicht für freilaufende Katzen befasste. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Die Politik konnte sich nicht zu einem entsprechenden Entschluss durchringen. Mehrheitlich stimmte das Gremium mit Ausnahme des Grünen Wieland Fischer dafür, alles beim Alten zu lassen. Zumindest erst einmal.

Denn der angenommene Beschlussvorschlag besagt auch, dass diese Entscheidung "zunächst" gilt. Was eine spätere Änderung nicht ausschließt. Denn in diesen Tagen finden Abstimmungsgespräche mit Nachbarkommunen statt, um das Problem möglicherweise flächendeckend anzugehen. Das jedenfalls signalisierte die Stadtverwaltung.

Neben Wieland Fischer sprach sich nur Alexander Alberts (FDP) klar für eine Kastrationspflicht aus. Die größeren Parteien SPD und CDU wollen lieber erst mal die Entwicklung abwarten und im nächsten Jahr dann vielleicht erneut über die Maßnahme, die in 62 Städten von NRW bereits durchgeführt wird, diskutieren. "Das Problem ist, dass es kein Kontroll-Instrument gibt, das die Sinnhaftigkeit der Kastrationspflicht belegen kann", so SPD-Fraktions-Chef Hejo Eicker. Deshalb wolle er ebenso die Ergebnisse der Gespräche der Stadtverwaltungen abwarten wie CDU-Kollege Stephan Wolters.

(RP/ac)