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Karnevalisten aus dem Gelderland hoffen noch auf nächste Session

Karneval im Gelderland : Das Motto: Abwarten anstatt absagen

Kleve und Bedburg-Hau haben die Karnevalsession schon abgeschrieben und die Session um ein Jahr verlegt. Die Vereine aus dem Gelderland hingegen wollen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen.

Ob und wie die Karnevalssession 2020/’21 stattfindet, ist noch unsicher. Die Coronavirus-Pandemie erschwert die Planungen. Niemand weiß zum jetzigen Zeitpunkt, ob die Session überhaupt gefeiert werden kann. Während das Klever Rosenmontags-Komitee die Session schon abgesagt hat, wollen die Vereine aus dem Gelderland erst einmal die Entwicklung abwarten. Und hoffen spätestens auf das Jahr 2021.

So auch die GKG Narrenschiff aus Straelen. „Wir warten erst mal ab“, sagt Uwe Grimm, Präsident der GKG. „Wir sind ohnehin in der glück­lichen Lage, nächstes Jahr keinen Umzug zu haben“. Der Straelener Umzug findet sowieso nur alle zwei Jahre statt. Also könne man diesen auch nicht absagen. Jedoch setzt Grimm auf die Bälle und auf die Sitzungen 2021. „Wir können gut damit leben, wenn es 2020 keine Veranstaltungen gibt“, sagt Grimm, „wichtig ist für uns, dass unsere Sitzungen stattfinden.“ Diese bereitet der GKG Narrenschiff auch ganz regulär vor. Eine Absage der kompletten Session könne Folgen für den GKG haben. „Wir haben viele junge Leute, die sich auf die Session vorbereiten. Wenn die ausfällt, wissen wir nicht, ob das nächste Session auch noch so ist.“ Das Dreigestirn, das in Straelen immer für zwei Saisons gewählt wird, müsste übrigens nicht mit einer halben Amtszeit rechnen, falls der Karneval tatsächlich abgesagt werden muss. „Wir haben dem Dreigestirn zugesichert, dass sie dann eine weitere Session dranhängen dürfen.“

 Auch in Twisteden halten sich die Karnevalisten die Möglichkeit offen, feiern zu können. „Wir sind noch nicht soweit in der Planung. Es ist noch ergebnisoffen“, sagt Rolf Roosen, Präsident der Karnevalsfreunde. Demnächst setzen sich die Karnevalsvereine aus dem südlichen Kreis Geldern zusammen und beraten über das weitere Vorgehen.

„Es geht dann eher darum, sich auszutauschen, zu schauen, wie die anderen Vereine mit der Situation umgehen. Nicht darum, eine einheitliche Entscheidung zu fälllen“, sagt Roosen. Er selber ist aber unsicher, ob er denn wirklich normal Karneval feiern möchte. „Ich will nicht durch den Ort laufen und gesagt bekommen, du bist Schuld am Tod meiner Oma. Ich habe da ein nicht so gutes Gefühl.“ In Kevelaer trifft sich der VFR Blau-Gold Kevelaer diese Woche zu einer Versammlung, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wenn wir dürfen, feiern wir“, sagt Elke Tebartz, die Vorsitzende vom VFR. Doch das Problem ist, sie wissen es nicht. Also wartet der VFR. Und plant erst einmal die Session, soweit es möglich ist. „Wir können momentan nur von Woche zu Woche planen“, sagt Tebartz.

Geplant wird in Nieukerk noch gar nicht wirklich. Auch hier heißt die Devise: warten. „Ende August setzen wir uns zusammen und besprechen das weitere Vorgehen. Noch gibt es nichts Konkretes“, sagt Hans-Gerd Janssen, Vorsitzender vom Karnevals-Zugverein Nieukerk.

Während Kleve und Bedburg-Hau die Session also schon abgesagt haben, wollen sich die Karnevalsvereine aus dem Gelderland noch nicht festlegen. Klar ist: Wenn sie Karneval feiern, dann ganz anders als zu normalen Zeiten.