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Kammerchöre „Libera Voce“ und „Coro Andante“ proben für Konzert in Aldekerk

Kammerchöre „Libera Voce“ und „Coro Andante“ : Die Probe vor dem großen Konzert in Aldekerk

Zwei Kammerchöre haben seit Jahresbeginn digital die Messe F Moll op. 159 von Josef Gabriel Rheinberger vorbereitet. Das Konzert ist am Sonntag, 22. Mai, 17 Uhr, in der Aldekerker Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Als Überbrückungshilfe gab es viele Varianten in den vergangenen Monaten: Was im Job mit Homeoffice aufgefangen wurde, war im Hobby beim Singen die entsprechende Software für Zuhause. Mittels Mediaphile probten so auch zwei Kammerchöre seit Jahresbeginn für die Messe F Moll op. 159 von Josef Gabriel Rheinberger.

Konzentriert, aber voller Vorfreude gestaltete sich der einzige gemeinsame Nachmittag als Generalprobe in der Aldekerker Pfarrkirche unter Leitung von Ingo Hoesch mit dem „Libera Voce“ aus Kempen und „Choro Andante“ aus Wachtendonk.

Schnell noch die Kamera vom Mittelgang hoch zum Organisten Christian Gössel ausgerichtet, und schon gab der Kirchenmusiker die Takte vor zum vierstimmigen Kyrie. „Wir hören die Orgel kaum“, kam als erste Resonanz aus dem Sopran nach dem ersten Stück in Richtung Organist. Letzterer kann die bisherige Zurückhaltung mit dem Instrument sehr schnell auf den Chor anpassen. Die Einsätze über die spezielle Technik bekommt er vom Dirigenten. Wäre das nicht möglich, hätte die Sängerschar komplett vom Fuße des Altars zum Chorraum an der Orgel umziehen müssen. Das war bis dato noch unklar, aber für solche Feinheiten gibt’s bekanntlich Generalproben.

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Kirchenmusiker Ingo Hoesch räumt ein, dass er mit der Rheinberger-Messe ein anspruchsvolles Stück für Sänger im oberen Level mit spätromanischer Harmonie und ausweichenden Parallel-Tonarten ausgewählt hatte. Diese Hürden meistern stimmlich beide Chöre auf Anhieb, zumal sie ja in den vergangenen Monaten separat per Software und später unter 2-G-Begingungen geprobt hatten.

So achtete Hüsch auf den Gleichklang und exakte Einsätze der Sopran, Alt, Tenor und Bass, auf deutliche Aussprache. „Das K beim Kyrie bitte sehr klar gemeinsam anstimmen“, gab er den Akteuren mit für den zweiten Anlauf. Oder: „Ich höre noch so viele Nuancen von o beim Elseison.“ Oder: „Beim Takt 65 im zweiten Takt bitte auf subito piano aufpassen“, gab er den Chören als Anregung. Wie es bei anderen Chorleitern oftmals zu hören ist, gab auch Hoesch den Sängern als letzten Feinschliff mit auf den Weg, die eingezeichneten Atempausen auch wirklich einzuhalten.

Wie es zu der Kooperation beider Chöre aus der Region kam, schildern Michael Rumphorst und Oliver Driesch aus Kempen: „Ganz einfach, Gabi Schmitz singt in beiden Chören. Sie hat eine Verbindung angeregt.“ Auch die Männer und Frauen aus der Thomasstadt spüren nach so langer Pause wieder eine wohltuende Anspannung, aber positiv motivierend, ihr Können nach so langer Pause in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für Rolf Amann, Vorsitzender von „Choro Andante“ aus Wachtendonk, überwiegt die Freude, dass es in Kürze wieder Möglichkeiten gibt, das Hobby sogar gemeinsam mit den Sängerfreunden auszuüben.

Man darf gespannt sein auf die Kooperation und das Konzert am Sonntag, 22. Mai, 17 Uhr, in der Aldekerker Pfarrkirche St. Peter und Paul. Danach ist gibt es Auszüge vom Konzert in der Messe am Sonntag, 5. Juni, (Pfingsten) um 9. 30 Uhr in in St. Peter und Paul. Ein zweiter Termin für das Konzert ist am Sonntag, 12. Juni, in der katholischen Kirche St. Hubertus, in Kempen St. Hubert. Beginn ist 16 Uhr.

Der Eintritt ist jeweils frei. Um eine Spende wird freundlich gebeten.