Jugendheim-Kauf in Aldekerk: BVK bleibt skeptisch

Aldekerk: Kauf des Jugendheims – BVK bleibt skeptisch

Vor der heutigen Ratssitzung fehlen aus Sicht der Fraktion noch Informationen. Sorge um Haushalt der Gemeinde.

Skeptisch bleibt die BVK-Fraktion mit Blick auf den Erwerb des Jugendheimes in Aldekerk, der in der Ratssitzung am Donnerstag auf der Tagesordnung steht. Im Vorjahr war dieses Thema mehrfach in den Ausschüssen und im Rat beraten worden. Der Rat beauftragte die Verwaltung unter anderem, ein Nutzungskonzept und Kosten für einen barrierefreien Umbau des Gebäudes vorzulegen. „Die BVK-Fraktion möchte nochmals klarstellen, dass sie nicht grundsätzlich gegen einen Erwerb des Jugendheims eingestellt ist“, teilt Fraktionsvorsitzender Bernhard Rembarz mit. „Die Attraktivität der zentralen Lage steht außer Zweifel. Die bisher vorgelegten Sachinformationen seien auf Basis der Begründung der Gemeindeverwaltung für eine Entscheidung zum Erwerb des Objektes unser Erachtens nicht ausreichend.“ Auch die Frage, ob weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen, wenn es zu einer Nutzungsänderung des Gebäudes kommt, sei im Fachausschuss nicht beantwortet.

Man habe bisher nur eine vage Vorstellung zur gemeindlichen Nutzung mitgeteilt. Der in der Beschlussvorlage aufgeführte Hinweis zu einer etwaigen angemessenen Beteiligung der Kirchengemeinde an den Betriebskosten sei „schwammig“, so die BVK.

  • Gemeinderat Kerken : Gemeinde kauft Jugendheim Aldekerk

Auf Grundlage der vorliegenden Informationen könne sogar ein bedarfsgerechter Neubau wirtschaftlich sinnvoller sein. Deshalb sollte die Verwaltung vor der Kaufentscheidung den realen Bedarf nach jetzigem Stand vorlegen und ihr Nutzungskonzept vorlegen. Sollte man die Kostenermittlung parallel vervollständigen, dann könne der Rat über den Erwerb entscheiden. Rembarz: „Mit Blick auf die erheblichen Kostensteigerungen im Bereich des Schulneu- und -erweiterungsbaus sehen wir zusätzliche dauernde Belastungen der Gemeinde grundsätzlich kritisch. Wir lehnen daher eine weitere vorschnelle Grundsatzentscheidung zum Erwerb ab und schlagen erst eine Klärung der wesentlichen Rahmendaten vor einer finalen Entscheidung vor.“

Mehr von RP ONLINE