Jubiläumskonzert der Kreismusikschule in Issum.

Rockkonzert : In Issum gastieren „Kriminelle Elemente“

Ihr 50-jähriges Bestehen feiert die Kreismusikschule mit Konzerten in allen 16 Kommunen des Kreises. Im Issumer Bürgersaal sind Lieder von „Element of Crime“ zu hören. Es spielen und singen Dozenten und ehemalige Schüler.

Die Titel klingen bisweilen schräg. „Finger weg von meiner Paranoia“ heißt ein Stück. Ein anderes handelt über die „Straßenbahn des Todes“. Und dann wird auch noch „Delmenhorst“ besungen. Fans wissen natürlich schon Bescheid. Es handelt sich um Stücke der Band „Element of Crime“ mit Mastermind Sven Regener an der Spitze. Und alle diese Songs und noch mehr werden bald in Issum zu hören sein.

Zwar gastieren nicht Regener und Co. im Altbierdorf. Doch bringt die Formation „Kriminelle Elemente“ deren Musik durchaus gekonnt, aber durchaus auch eigenwillig auf die Bühne. Das Sextett besteht aus Anne Giepner (Geige), Christian Klaessen (Gesang, Gitarre, Akkordeon), Jörg Sichler (Gesang, Gitarre), Andreas Kruse (Trompete, Klavier, Glockenspiel), Marcel Grothues (Bass) und Jan Gerighausen (Schlagzeug). Fünf der sechs Musiker waren Schüler oder sind aktuelle Lehrkräfte der Kreismusikschule (KMS). Und genau die veranstaltet das Konzert. Der Anlass: Die Kreismusikschule gibt es seit 50 Jahren.

„Zum Jubiläum präsentiert sich die Kreismusikschule in allen 16 Städten und Gemeinden des Kreises“, erklärt KMS-Leiter Thomas Dieckmann. Dabei wolle man alle Genres abdecken, eben auch die Rockmusik. Die ist bei mehreren Terminen vertreten, darunter das Konzert in Issum.

Bei den „Kriminellen Elementen“ ist der Name Programm. Die Formation um Arrangeur Christian Klaessen covert ausschließlich die „Elements of Crime“. Die Band wurde 2013 gegründet. „Bei einer Veranstaltung in der Lach- und Weinstube“, erinnert sich Anne Giepner, die auch stellvertretende KMS-Schulleiterin ist, an einen Termin in einem mittlerweile nicht mehr existierenden Gelderner Lokal. Die „Elemente“ beschreibt sie als eine „nette Truppe“. Die Atmosphäre sei professionell, aber locker. Geprobt wird anlassbezogen.

Auf etwa zehn Auftritte haben es die „Kriminellen Elemente“ bisher gebracht. Darunter waren Gigs beim „Geldernsein“-Festival und im „Schaufenster“ am Gelderner Markt. Das Konzert in Issum wird laut Anne Giepner der größte eigene Auftritt sein. Zwei Sets bekommt das Publikum zu hören. Die deutschsprachigen Songs reichen von düsterer Stimmung bis zu „Rausschmeißer“-Schwung, von sehr soft bis hart, von langsam bis schnell. Es werden Stehtische aufgebaut, zu trinken gibt es auch. Dass der Eintritt frei ist, sieht Dieckmann als Geschenk der Kreismusikschule an die Musikfreunde.

Es gibt in Issum aber nicht nur was zu hören, sondern auch etwas zu sehen. Auf Stellwänden wird eine Wanderausstellung zum KMS-Jubiläum präsentiert. Sie enthält Gedanken und Bilder zur Geschichte und zur Zukunft der Bildungseinrichtung. Dazu gibt es in einer Endlosschleife Fotos aus 50 Jahren Kreismusikschule.

Und ein Grußwort des Bürgermeisters, so Dieckmann, sei auch zu erwarten.

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