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Altweiber in Geldern: Jubelstürme für neue Drachentochter

Altweiber in Geldern : Jubelstürme für neue Drachentochter

Treffpunkt der Narren aus dem gesamten Gelderland ist an Weiberfastnacht traditionell der Anton-Roeffs-Saal der Sparkasse Krefeld in Geldern. Für den gestrigen Tag ist jedoch der Begriff "Umgebung" nicht ganz korrekt. Denn der Historische Verein für Geldern und "Umgegend" hatte die neue Drachentochter vorgeschlagen.

Es ist Ingrid Büschkes aus Nieukerk, die sich stark in diesem Verein engagiert und sich mit ihrem Ehemann Hans-Josef intensiv um das Haus Lawaczeck in der Kerkener Ortschaft kümmert.
Nach der Begrüßung durch Sparkassenchef Jakob Janssen gingen der Ehrenpräsident des Karnevals-Komitees Geldern (KKG) und Moderator des Vormittages, Gerd Lange, sowie RP-Redaktionsleiter Lutz Küppers ausführlich auf die Bedeutung dieses Preises ein. Er werde immerhin bereits zum 29. Mal verliehen und sei ausdrücklich für Frauen bestimmt, die sich um das Allgemeinwohl verdient gemacht haben.

Es soll zwar in der Jury durch Gelderns stellvertretenden Bürgermeister Rolf Pennings Bestrebungen gegeben haben, auch Männern diesen Orden zu verleihen. Doch dieser Angriff auf das Vorrecht der Frauen sei vehement abgeschmettert worden. Lange und Küppers machten auch deutlich, dass es sich nicht um einen rein Gelderner Preis handelt. Geehrt werden könnten Frauen aus dem gesamten Gelderland, von Wachtendonk bis Weeze.

Da der Historische Verein für Geldern und Umgegend den Vorschlag für die Drachentochter gemacht hatte, hielten Beiratsmitglied Christel Sager in Versform sowie Vorsitzender Gerd Halmanns eine brillante Laudatio. Der Vereinschef ging natürlich auf den Drachen ein. Denn ohne den Drachen aus Pont gäbe es Geldern nicht. Geschickt schlug er dann auch den Bogen vom Verein nach Nieukerk. Denn von dort kämen jetzt drei Prominente: Friedrich Nettesheim, der die Geschichte der Stadt und des Amtes Geldern bis ins 19. Jahrhundert geschrieben hat, sowie der Geometer Michael Buyx, der die detailreichsten, antiquarischen Karten des Niederrheins zeichnete — beide Mitbegründer des Historischen Vereins. Und nun eben Ingrid Büschkes!

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Halmanns erklärte, er kenne die engagierte und couragierte Nieukerkerin seit 2001. "Sie organisiert sehr handfest Ausstellungen, schmückt das Haus, hat ständig neue Ideen, ist sehr gastfreundlich und backt wunderbaren Kuchen", zählte der Vorsitzende einige Vorzüge auf, die er damit aber noch nicht beendet hatte. Büschkes wiederum erklärte, sich auf den Kreis der bisherigen Drachentöchter zu freuen.
Danach folgte ein Feuerwerk karnevalistischer Darbietungen von den Vereinen des Gelderlandes — was aber nur klappte, weil Sparkasse und Diebels für die entsprechende Kalorienzufuhr sorgten.

(ac/RP)