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"Jazz and more" in Wachtendonk

In Wachtendonk : Guter Musik-Mix an der Burgruine

Zwei Bands deckten am Sonntag in Wachtendonk bei „Jazz & more“ eine große stilistische Bandbreite ab. Sowohl Jazz-Fans als auch Rock-Freunde wurden bedient. Der Kulturkreis will das neue Konzept beibehalten.

Die Veranstaltungsreihe „Jazz an der Burgruine“ ist seit Jahrzehnten fester und erfolgreicher Bestandteil des Programms des Kulturkreises Wachtendonk. Vor drei Jahren ging der Kulturkreis dann neue Wege und machte aus der reinen Jazz-Veranstaltung unter dem Titel „Jazz & more“ ein Konzert mit unterschiedlichen Musikstilen.

Aus diesem Grund stand am Sonntag nicht nur das Jazzorchester „Muckefuck“ aus Neuss auf der Bühne an der Burgruine. Den zweiten Teil der Veranstaltung bestritt die Pop/Alternative/Independent Band „Nepomuk“ aus Attendorn/Dortmund.

Thomas Echelmeyer, der Vorsitzende des Kulturkreises Wachtendonk, erläuterte hierzu: „Die zweite Band macht ganz andere Musik. Wir wollen eine Mischung haben und so mehr Musikvielfalt anbieten.“ Während auf diese Weise „Muckefuck“ das traditionelle Jazz-Publikum bediente, sollten mit „Nepomuk“ ganz neue Zielgruppen erschlossen werden. Zwar kamen manche der zahlreichen Besucher gezielt für „ihre“ Band; andere nahmen an der ganzen Veranstaltung teil und hatten so die Möglichkeit, über den eigenen musikalischen Tellerrand hinwegzusehen.

Nachdem bereits der Soundcheck Konzertqualität geboten hatte, starteten „Muckefuck“ nach einer Begrüßung durch Echelmeyer das eigentliche Konzert. Die Jazz-Combo präsentierte souverän und mit viel Schwung Dixieland-, Swing-, und New Orleans-Jazz der 20er und 30er Jahre. Die fünf Musiker rund um Sänger Boris Odenthal (Cornet, Gesang) boten die ganze Bandbreite von ruhig bis schwungvoll und überzeugten das Publikum mit schnellen Wechseln und humorvollen Moderationen. Belohnt wurden sie für ihren Einsatz mit Applaus, sanft mitwippenden Zuhörern und der ein oder anderen Runde Bier.

Nach einer kurzen Pause änderte sich das Bild auf der Bühne drastisch. Die vier Jungs von „Nepomuk“ boten mit eigenen Songs das totale Kontrastprogramm. Stilrichtungen wie Pop, Alternative oder gar Country wurden von Ihnen auf ganz eigene Art und Weise, aber immer kraftvoll und lautstark interpretiert. Das Publikum konnte sehen, dass „Nepomuk“ mit voller Kraft dabei waren und so rund um die Burgruine für viel Stimmung sorgten.

Das verjüngte Konzept soll auch in Zukunft beibehalten werden, versprach Echelmeyer. Zwar sei es nach drei Jahren schwierig, ein Resümee zu ziehen, schließlich hätten viele Faktoren wie das Wetter und Parallelveranstaltungen in den Nachbarorten großen Einfluss auf den Erfolg der Veranstaltung. Dennoch stehe fest: „Es ist die Mischung, die macht es halt.“