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Gelderland: Jahresbericht der Diakonie-Suchtberatungsstelle

Gelderland : Jahresbericht der Diakonie-Suchtberatungsstelle

383 Ratsuchende kamen 2017 in die Diakonie-Suchtberatungsstelle nach Geldern, heißt es im aktuellen Jahresbericht. 336 Klienten wohnten im Kreis Kleve, davon die meisten im Südkreis mit Geldern (177) an der Spitze, es folgten Issum (33), Straelen (27) Kevelaer (24) und Kerken (20). 144 Ratsuchende ließen sich von den drei Fachkräften der Suchtberatungsstelle zum ersten Mal beraten. Der überwiegende Teil der Ratsuchenden (68 Prozent) war selbst betroffen. Andere kamen als ratsuchende Angehörige oder Personen aus dem Umfeld. Mit 60 Prozent waren die meisten Klienten männlich.

Bei den Neuzugängen war die Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen sehr stark vertreten (46,5 Prozent). Hier standen der Konsum von Cannabis und Amphetaminen im Vordergrund der Beratung. Bei den 45- bis 59-Jährigen (25,7 Prozent der Neuzugänge) ging es primär um Alkoholprobleme. Alkohol ist in der Gruppe der Arbeiter, Angestellten und Beamten die größte Suchtursache. Insgesamt ist Alkohol bei 38,2 Prozent aller Neuzugänge Grund für die Sucht und bleibt damit häufigste Suchtursache in der Beratung.

Erstaunlicherweise führte die übermäßige Nutzung digitaler Medien nur zwei Klienten in die Beratung der Diakonie. Sie wird offenbar nicht als nachteilig empfunden oder auch aufgrund gesellschaftlicher Akzeptanz nicht als Problem gesehen.

Die Suchtberatungsstelle hat im Herbst 2017 mit dem Programm "Fit Kids" Kinder aus suchtbelasteten Familien in den Blick genommen. Die Mitarbeitenden der Suchtberatungsstelle möchte diesen eine besondere Unterstützung zukommen lassen. Die Mitarbeitenden sind engagiert in kommunalen und regionalen Arbeitskreisen und halten Kontakt zu Selbsthilfegruppen im Südkreis Kleve. Der komplette Bericht ist auf den Seiten der Diakonie unter www.diakonie-kkkleve.de abrufbar. Montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr ist die Suchtberatungsstelle geöffnet und telefonisch unter 02831 97200 erreichbar. Gesprächstermine mit den Fachberatern Angelika Mölleken, Yevgeniy Steinhauer und Angelika Rieck werden individuell in der Zeit von 8 bis 19 Uhr vereinbart.

(RP)