Issum: Issums Pfadis laufen für sauberes Wasser

Issum: Issums Pfadis laufen für sauberes Wasser

Freitagabend starten die Jugendlichen in orangefarbenen T-Shirts von World Vision. Sponsoren spenden für die Aktion.

Wenn 40 junge Leute am Freitagabend in orangefarbenen T-Shirts und im Jogging-Tempo durch Issum laufen, dann verfolgen sie ein Ziel: sauberes Wasser.

Treffpunkt ist die Christliche Gemeinde Issum, Start ab Ehrenfriedhof, weiter geht es über die Gartenstraße bis über den Niederwald. Sechs Kilometer läuft jeder einzelne, das ist nämlich genau die Strecke, die viele Kinder in ärmeren Regionen der Erde zurücklegen müssen, um an Trinkwasser zu kommen. Und dann ist es oft noch nicht einmal sauber. "Täglich sterben 1000 Kinder an den Folgen von verdrecktem Trinkwasser", sagt Merle Kraft. Sie ist bei den Issumer Pfadfindern und ist die Strecke in ihrem Ort vorab schon einmal abgelaufen.

Der Sechs-Kilometer-Lauf ist ein Spendenlauf, der die Arbeit von World Vision unterstützt. Als Merle von der Organisation hörte, die mit ihren Spenden hilft, dass es mehr sauberes Trinkwasser gibt, war sie sofort begeistert. Mit den Teilnahmegebühren und Spendeneinnahmen unterstützt World Vision Wasser- und Hygieneprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika. World Vision wird gefördert vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. "Ich mache mit, weil ich es für wichtig halte, darauf aufmerksam zu machen, dass sauberes Wasser eigentlich keine Selbstverständlichkeit ist", nennt der Issumer Benjamin Voorgang seine Motivation. "Wir als Gesellschaft in Deutschland sollten da mehr über unseren Tellerrand hinausschauen. Deswegen werde ich - und die ganze Pfadfinderschaft in Issum - die sechs Kilometer laufen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und durch eine Spende die Organisation World Vision zu unterstützen." Die Hälfte der Spenden geht an World Vision, und die andere Hälfte kommt der Pfadfinderarbeit zu Gute.

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Übrigens sind die Issumer Pfadfinder nicht die einzigen, die für den guten Zweck ihre Laufschuhe schnüren. Am Spendenlauf 6K nehmen tausende Läufer weltweit teil. Die starten allerdings am Samstag, 19. Mai, die Issumer einen Tag früher, am 18. Mai. Und so funktioniert das bei den Issumern: Die Maximalzeit für die sechs Kilometer liegt bei 90 Minuten. "Das ist eher unwahrscheinlich", sagt Merle Kraft. Die Pfadfinder sind alle jung und motiviert. Die Sponsoren wurden vor dem Lauf gesucht. Um 17 Uhr starten die unter 13-Jährigen mit ihrem Lauf, um 19 Uhr die älteren Pfadfinder. Gut zu erkennen sind sie an ihren orangefarbenen World-Vision-Trikots. Anfeuern ist natürlich ausdrücklich erlaubt, wenn man einem der jungen Spendenläufer unterwegs begegnet.

Mehr über die Arbeit der Issumer Pfadfinder gibt es unter www.christliche-gemeinde-issum.de/pfadfinder-issum/.

(RP)
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