Issum: Issums Bürgermeister bittet Eltern in Internet-Video um Geduld

Issum: Issums Bürgermeister bittet Eltern in Internet-Video um Geduld

In der Gemeinde fehlen Kindergartenplätze. Bürgermeister Clemens Brüx will nun auf Facebook möglichst viele Menschen erreichen.

Ungewöhnlich ist auf den ersten Blick der Weg, den Issums Bürgermeister Clemens Brüx beschritten hat. In einem Video auf Facebook wendet er sich an die Bürger und vor allem an die besorgten Eltern, die um die Kindergartenplätze bangen. Unter Hochdruck werde an einer Lösung gearbeitet, sagt Brüx und versucht Ruhe in die Debatte um fehlenden Kindergartenplätze in der Gemeinde zu bringen.

"Eine Bitte: Gönnen Sie den Mitarbeitern des Kreises die Zeit, die sie brauchen, um alles vernünftig auszuloten", appelliert er an die Zuschauer seines Videos. Anfang Januar hatten sich einige Eltern zu der Facebook-Gruppe "Mehr Kindergartenplätze für Issum" zusammengeschlossen und die Diskussion losgetreten. "Für mich stellte sich die Frage: Wie bekomme ich die Informationen an möglichst viele Eltern", erklärt Brüx die Idee zu seinem Video. Seit vergangenem Jahr wird die Gemeinde Issum im Bereich Social Media extern von Marc Torke betreut. Er habe sich zurückbesonnen auf die Informationen von Marc Torke und das Video für Facebook in seinem Büro gedreht. Und ja, es sei sein erstes. Und die Zahl der erreichten Personen gebe ihm Recht zu diesem Schritt. Bis gestern Mittag waren mehr als 1500 Aufrufe verzeichnet. In seinem Video weist Brüx auf den 30. Januar hin. Dann wird es das entscheidende Treffen mit Frank Unruh vom Kreisjugendamt und den Leiterinnen der Issumer Kindergärten geben und um Lösungen gehen. Zwei Tage später ist Ratssitzung in Issum. Die FDP-Fraktion beantragt die Vorstellung der Lösungsmöglichkeiten und wie es mit den Kindergartenplätzen weitergeht im öffentlichen Teil zu behandeln. Das würde Pia Rennen, Mit-Initiatorin der Facebook-Gruppe "Mehr Kindergartenplätze in Issum" sehr begrüßen. "Wir wollen auf jeden Fall dorthingehen, weil wir sonst nicht wissen, wie wir an Informationen kommen", sagt die Mutter. Und: Sie sei schon sehr gespant auf die Lösungen.

(RP)
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