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Issum: Issum will Friedhofssatzung grundlegend überarbeiten

Issum : Issum will Friedhofssatzung grundlegend überarbeiten

Zunächst sollte es nur um die Gebühren gehen. Die SPD-Fraktion hatte angeregt, ein Konzept für die zukünftige Kostenentwicklung auf den Friedhöfen vorzulegen. Die Verwaltung sieht aber nun weiteren Handlungsbedarf. Sie schlägt für die heutige Sitzung des Hauptausschusses (18 Uhr, Haus Issum) vor, die Friedhofssatzung grundlegend zu überarbeiten.

Für einen konkreten Vorschlag ist es natürlich noch zu früh, doch Bürgermeister Clemens Brüx und sein Team zeigen schon auf, wohin die Reise gehen könnte. Durch neue Grabarten, besonders pflegeleichte und kostengünstige Gemeinschaftsgräber sollen die Gebühren in Schach gehalten werden. Bei diesen Gräbern wir nur eine einmalige Gebühr fällig, die Gemeinde sorgt anschließend für die Pflege von Grab und Bepflanzung. Außerdem soll die Friedhofsverwaltung auf gezielte konzentrierte Belegung achten. So können größere Freiflächen entstehen, die zum einen für die neuen Angebote genutzt werden sollen, aber auch grundsätzlich einen niedrigeren Pflegeaufwand haben - und dadurch auch preiswerter für die Gesamtkalkulation sind.

Die Verwaltung regt zudem an, weniger Ersatzflächen für mögliche Erweiterungen der Friedhöfe als bisher zu unterhalten. Durch eine sich ändernde Bestattungskultur, die zunehmend zu kleineren Gräbern und zu Urnenbestattungen hingeht, seien die Flächen nicht mehr alle erforderlich. Besonders in Sevelen gebe es durch die Reserveflächen erhebliche Pflegkosten, heißt es.

In Zukunft soll es möglich sein, auch auswärtige Personen ohne Bezug zu Issum beizusetzen. Bisher ist das nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

(möw)