Issum überlegt sich Videoüberwachung für den Ort

Issum : Ausschuss diskutiert mögliche Videoüberwachung in Issum

Die Issumer SPD stellte eine Antrag zur Überprüfung ob Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen der Gemeinde rechtlich möglich ist.

Bevor es mit der Diskussion losging, wusste der Issumer SPD-Fraktionsvorsitzende Sascha Kujath, „das wird ein schwieriges Thema werden“. Denn auch in seiner Fraktion wurden kontrovers das Für und Wider einer möglichen Videoüberwachung in Issum abgewogen.

Die SPD bittet in ihrem Antrag die Verwaltung zu prüfen, ob eine Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen der Gemeinde rechtlich möglich ist. Den Grund für die Anfrage hat Iris Lischewski-Schmetter parat. Sie erinnert an den Vandalismus im Rathauspark vor einiger Zeit. Immer wieder waren Laternen „ausgetreten“ worden. Zahlreiche Hundebesitzer auf der Abendrunde wandelten im Dunkeln und ärgerten sich, die Gemeinde gab viel Geld für Reparaturen aus. Denkbar wäre für Lischweski-Schmetter auch eine Überwachung des neuen Platzes An de Pomp und dem demnächst neu gestalteten Kirchplatz in Sevelen.

Susanne Hackstein von der Gemeinde Issum sagte, dass die Option einer Videoüberwachung von diesen Plätzen noch zu klären sei. Vandalismus gebe es, doch ob es Vandalismus in Issum an einer bestimmten Stelle gibt, könne sie nicht sagen, lautet ihre Einschätzung der aktuellen Lage. Man müsse die Kosten gegen die Ersparnisse aufwiegen. Außerdem müssten natürlich Warnschilder aufgestellt werden, wenn es eine Videoüberwachung gibt. „Dann gehen die Täter drei Schritte weiter und machen da was kaputt“, nennt Hackstein eine Sorge. „Allein die Existenz von Kameras führt zu weniger Vandalismus“ lautet hingegen die Hoffnung von Theo Lehmkuhl von der SPD. Er bringt die Webcams ins Spiel, die das Umfeld der Gocher Nierswelle zeigen. Susanne Hackstein erklärt, das zwischen Videoüberwachung und Webcam zu differenzieren sei.

Für Bürgermeister Brüx war der Antrag „durchaus nachvollziehbar“, allerdings brauche die Verwaltung noch Zeit, für eine Überprüfung. 20.000 Euro wurden dafür in den Haushaltsansatz gestellt. „Wir wollen in keinster Weise einen Überwachungsstaat haben“, macht Kujath von der SPD deutlich. „Aber wenn es eine abschreckende Wirkung hätte oder hilft, Schäden aufzudecken, wäre es sinnvoll.“