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Issum: Schwimmclub "Nasse Säcke" feiert Jubiläum 50 Jahre

Ein Stück Issumer Geschichte : Die „Nassen Säcke“ feiern ihr 50-jähriges Jubiläum

Als Schwimm- und Wassersportclub gestartet, sorgten die Männer für legendäre Turniere in der Issumer Schwimmhalle. Als die 1999 geschlossen und zehn Jahre später abgerissen wurde, blieb man sich als Freundeskreis treu. Ein Blick auf fünf Jahrzehnte im Herzen des Altbierdorfs.

Auf die Feierlichkeiten mussten die „Nassen Säcke“ ganz schön lange warten, eigentlich wären die schon 2020 fällig gewesen. Der Name ist übrigens nicht despektierlich gemeint, den haben die Männer sich selbst vor 50 Jahren gegeben.

Zeitgleich mit der Eröffnung der Schwimmhalle in Issum wurde auch der Schwimmclub „Nasse Säcke“ 1970 aus der Taufe gehoben. Zu den Feierlichkeiten, die in Oermten am historischen Waggon des Mehrgenerationenplatzes stattfanden, wurde an die Anfänge des, wie er offiziell hieß: „Club für Wasservolleyball Turniere und vielfältge wassersportliche Aktivitäten“ erinnert. Zwei der Gründungsmitglieder, Dieter Berg und Werner van Dyck, wurden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Dieter Berg verbindet mit dem „Nass“ einiges. Er war damals Schwimmmeister in Issum und nahm unzähligen Kindern, aber auch Erwachsenen, die Angst vorm Wasser. Auch Klaus Peeters erinnerte sich in seiner Laudatio daran, wie es damals war, als er sein Seepferdchen gemacht hat. Mittlerweile ist er fester Bestandteil der „Nassen Säcke“. Denn auch wenn die Schwimmhalle in Issum 1999 wegen dringende Sanierungsbedarf geschlossen wurde, und 2009 letztendlich abgerissen wurde, die „Nassen Säcke“ haben das überlebt. Die Turniere, die unter ihrer Regie in Issums Schwimmbad stattfanden waren legendär.

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Mit den Jahren wechselte man das Schwimmbad und auch das Terrain. Es gab einen „Spirit der Geschlossenheit“, heißt es in der Festrede. Und dieser Zusammenhalt wurde nicht nur im Wasser, sondern auch auf dem Land gelebt. Deswegen gibt es die „Nassen Säcke“ noch heute. Gemeinsam geht es auf Tour, mit dem Fahrrad und gerne auch mal an die Mosel. Zum festen Kern gehören heutzutage neben Dieter Berg, Werner van Dyck und Klaus Peeters auch Rainer Borchers, Franz Börder, Frank Bruns, Georg Cox, Torsten Hippe, Peter Hinrich, Heinz-Gerd Jakobs, Wilfried Oymann, Klaus Reich, Daniel Baumann, Andreas Siemes und Hans Kaller.

Dieter Berg nutzte die Gunst der Stunde als Bürgermeister Clemens Brüx Glückwünsche für as 50-jährige Bestehen überbrachte und machte einen Vorschlag. Sollte in der Gemeinde Issum noch einmal eine Schwimmhalle gebaut werden, dann wäre es doch schön in Sevelen, angeschlossen an das Freibad Hexenland. „Das wäre dann wie Goch Ness“, so der 83-Jährige. Allerdings wird der Wunsch erst einmal ein Traum bleiben. Der Bürgermeister habe deutlich gemacht, dass aktuell viele große Projekte anstehen, unter anderem die Sanierung der Schulen und der Neubau einer Turnhalle, fasst es Berg zusammen. Aber wünschen darf man sich zum 50. Jubiläum was. Vielleicht wird es ja irgendwann Wirklichkeit.