Straßenverkehr in Issum Sanierung der Brücke wird teurer

Issum · Im Rat ging es nicht nur um die neuen Kosten für die Sanierung. 66.000 Euro werden noch einmal fällig. Die Grünen unterstützen das Konzept so nicht.

 Nach schweren Fahrradunfällen auf der Fleuthbrücke soll sie saniert werden. 
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Nach schweren Fahrradunfällen auf der Fleuthbrücke soll sie saniert werden. ArchivFoto: nop

Foto: Norbert Prümen

Nachdem es zwei sehr schwere Unfälle von Radfahrern an der Fleuthbrücke in Höhe des Issumer Rathauses gegeben hatte, ist klar: da muss nachgebessert werden.

Der Issumer Eckehard Scheurer hatte sich dafür stark gemacht, Politik und Verwaltung haben zusammen überlegt, was möglich ist. Die Sanierung der Fleuthbrücke in eine fahrradfahrerfreundliche Version wird allerdings teurer als erwartet. Bisher standen dafür 100.000 Euro zur Verfügung, nun mussten noch einmal 66.000 Euro bewilligt werden. Die Verwaltung begründet das unter anderem mit der aktuellen Materialknappheit. Die Preise für Baumaterial steigen. Außerdem hat das Ingenieurbüro während der Planungsphase verschiedene Varianten erstellt, wodurch Kosten entstanden sind.

Das zusätzliche Geld mussten die Politiker im Rat nun genehmigen. Die Issumer Grünen stimmten dagegen. Natürlich sei man für die Sicherheit von Fahrradfahrern, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Frank Schulmeyer. Aber die geplanten Änderungen an der Fleuthbrücke würden dem Ziel nicht gerecht. Geplant ist etwa ein Hochbordstein als Trennung zur Straße. Den sehe man eher als herausfordernde Schikane an, führt Stefan Winkel von den Issumer Grünen aus. Er plädiert dafür, dass Autofahrer und Radfahrer gleichberechtigt die Straße nutzen – gegenseitige Rücksichtnahme mit eingeschlossen. Das mache auch deswegen Sinn, weil der Angebotsradweg auf der Weseler Straße durch sich hochdrückende Baumwurzeln sehr uneben sei. Auch der geplante Rempel, der die Autofahrer daran erinnern soll, langsamer zu fahren, sei eher ein Hindernis für Radfahrer, die die Straße benutzen. Die eigentliche Gefahrenstelle sei das Kopfsteinpflaster. Und das werde durch Asphalt ersetzt.

Neu wird auch die Führung der Radfahrer von der Brücke auf den Angebotsradweg sein. Die Stelle hatte in der Vergangenheit zu Unfällen geführt.

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