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Issum: Antrag der CDU zur Förderung von Schulkindern

Zusätzliche Angebote in den Kindergärten und Schulen gewünscht : CDU-Antrag: Issums Schulkinder sollen mehr gefördert werden

Der Wechsel vom Kindergarten zur Schule fällt nicht allen Kindern leicht. Deswegen soll es eine zusätzliche Förderung geben. Das hat die CDU Issum vorgeschlagen. Die Verwaltung hat die Zahlen zusammengetragen.

Schutz vor Schwierigkeiten im späteren Schul- und Berufsalltag, so lautet die Begründung des Antrags der Issumer CDU auf mehr Förderung in den Kindertagesstätten und Grundschulen. Der Vorschlag: Fördermaßnahmen sollen ausgeweitet werden, um einen Therapeuten bezahlen zu können, der den Übergang vom Kindergarten in den Schulalltag erleichtern soll.

Angedachte Themen sind die richtige Stifthaltung, das richtige, rückenschonende Sitzen am Schreibtisch, die Organisation des Schulalltags, angefangen vom richtigen Abheften bis zum sinnvollen Packen des Schultornisters. Ursprünglich lief der Antrag unter „Ergotherapie“, in der ersten beratenden Sitzung von Politik und Verwaltung war man sich aber einig, dass dies üblicherweise nur die Maßnahmen erfasst, die vom Arzt verschrieben werden. Die Fördermaßnahmen sollen aber mehr Kindern zugute kommen, auch denen, die nicht vom Arzt einen Förderbedarf bescheinigt bekommen haben, war man sich in der Politik einig. Die Verwaltung hat Schulen und Kitas nach zusätzlichem Bedarf gefragt und eine Aufstellung erarbeitet, was es die Gemeinde kosten würde, mehr Kinder als bisher zu fördern, und vor allem dauerhafter.

Bisher werden Maßnahmen entweder über die Träger der Kindertagesstätten, die Krankenkasse oder durch Spenden (etwa durch Firmen oder Stiftungen) finanziert. Teilweise sei eine Förderung dann auf ein Jahr beschränkt. „Eine kontinuierliche Förderung wäre aus Sicht aller Einrichtungen sinnvoll“, schreibt die Verwaltung. Für eine 45-minütige Förderstunde werden Kosten in Höhe von 50 Euro veranschlagt. Nach der Abfrage des zusätzlichen Förderbedarfs an den Kindergärten ergibt sich eine Summe von 20.625 Euro, für die Brüder-Grimm-Schule 1786 Euro und die St.-Nikolaus-Schule 3513 Euro. Dort ist der Förderbedarf größer, weil sie als „Schule des gemeinsamen Lernens“ grundsätzlich mehr Kinder mit Förderbedarf aufnehme, so Susanne Hackstein von der Gemeinde Issum. Im Rahmen der Haushaltberatungen soll entschieden werden, in welcher Höhe die Gemeinde eine solche Förderung übernehmen kann. Darüber diskutiert wird bereits am Donnerstag, 26. November, im Jugend-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss, der ab 18 Uhr im Bürgerhaus Sevelen stattfindet.