Intensivierung der Schulsozialarbeit in Wachtendonk

Wachtendonk/WANKUm: Wachtendonker Schulsozialarbeit wird optimiert

Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend dem Antrag der beiden Grundschulen in Wachtendonk und Wankum zugestimmt. Die Schulsozialarbeit soll nun verbessert werden.

Die Gemeinde hat vor diesem Hintergrund beim Kreis Kleve für die Jahre 2019 und 2020 einen Förderantrag eingereicht. Die Verwaltung geht von einem jährlichen Förderbetrag von rund 7800 Euro aus.

Für eine ganze Stelle reicht dieser staatliche Zuschuss nicht, heißt es. Jedoch soll dieser Förderbetrag als Aufstockung des Beschäftigungsumfangs einer pädagogischen Fachkraft dienen. Weitere vier Stunden wöchentlich seien damit abgedeckt. „Wir sind um jede Stunde dankbar“, so die Schulleiterin der St.-Martin-Grundschule Wankum, Angela Severins.

Es wird darüber hinaus über die Einstellung einer Person im Rahmen des Bundesfreiwilligendienst (BFD) diskutiert. Bis dato habe die Gemeinde Wachtendonk im Gegensatz zu anderen Städten und Gemeinden in der Umgebung noch keine BFDler an Schulen eingesetzt.

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„Wir haben immer zwei, drei Schüler pro Jahrgang mit sozialen Problemen“, berichtet Gudrun Herrmann, Schulleiterin der Michaelschule Wachtendonk. Laut den beiden Schulleitungen gab es  in den vergangenen Jahren vermehrt verhaltensauffällige und gewaltbereite Schüler. Die Ursachen dafür liegen oftmals im Elternhaus, wo familiäre, psychische, gesundheitliche oder finanzielle Probleme die Heranwachsenden belasten, heißt es. Hier sei ein steigender Bedarf an Erziehungsberatung gegeben.

Zudem ist die Fachfrau für präventive Sozialarbeit in Kindergärten und Grundschulen, Ute Gieffers, mit ihrem Büro von der Wachtendonker Grundschule in das Standesamt umgezogen. „Hier können wir den Eltern eine geschützte Räumlichkeit bieten“, so Gieffers. „Es gibt hierorts einige Schüler mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten.“

Das Beratungsangebot wurde von den Erzieherinnen und Lehrern sehr gut angenommen. Die Idee, ein Anti-Mobbing-Programm  anzubieten, steht dabei neben dem Sozialkompetenztraining „Mind-Matters“ im Mittelpunkt. Die Grundschule in Wankum ist hierbei der Vorreiter, Wachtendonk zieht nach. Alternativ soll ein dreistündiges Programm zum Anti-Mobbing für Klassen in Wachtendonk angeboten werden.