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In Wachtendonk Verein für eine Realschule gegründet

Initiative : Freie Realschule für Wachtendonk

15 Bürger haben einen Verein gegründet mit dem Ziel, eine neue weiterführende Schule in Wachtendonk zu installieren. Der Unterrichtsbetrieb soll im Schuljahr 2020/21 beginnen. Eine der vielen Aufgaben jetzt: Lehrer finden.

Im Sommer 2020 soll in Wachtendonk eine freie Realschule ihren Betrieb aufnehmen. Das ist das Ziel von 15 Bürgern aus Wachtendonk, die am 30. Oktober den Verein „Freie Realschule Niederrhein“ gegründet haben. Der Verein will diese Realschule im demnächst freiwerdenden Schulgebäude am Schoelkensdyck installieren. Die dort derzeit noch bestehende Sekundarschule läuft bekanntlich wegen zu geringer Schülerzahlen im Sommer 2019 aus.

Auf der Gründungsversammlung wurden Fenja Cieslik als erste Vorsitzende und Maren Götte als zweite Vorsitzende gewählt. Kassiererin wird Sabrina Opielka, Ludwig Ramacher ist Schriftführer. „Alle Parteien im Gemeinderat und viele Eltern stehen hinter dem Verein“, erklärte Ramacher auf Anfrage. Unter den Vereinsmitgliedern seien Eltern in der Überzahl, die daran interessiert wird, dass es auch künftig eine weiterführende Schule in Wachtendonk gibt.

Den Zeitplan mit dem Start zum Schuljahr 2020/21 bezeichnete Ramacher als „ambitioniert, aber wir sind formal auf einem guten Weg“. Die ersten Hürden, die Eintragung ins Vereinsregister und die Beantragung der Gemeinnützigkeit, sollen sofort in Angriff genommen werden. Der Verein werde unter anderem von einem Anwalt beraten, der schon die Gründung der Gesamtschule „Facettenreich“ in Sevelen begleitete. Diese Schule sowie die bilinguale Euregio-Realschule in Kranenburg nehmen sich die Wachtendonker zum Vorbild. Laut Ramacher kamen die Mitglieder der Wachtendonker Initiative von Besuchen in diesen beiden Schulen begeistert zurück.

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In einem ersten Gespräch wurde die Gemeindeverwaltung Wachtendonks über die Gründung informiert und ein Zeitplan für die notwendigen Vereinbarungen besprochen. Der Verein würde das Schulgebäude am Schoelkensdyck komplett von der Gemeinde im Rahmen eines Erbbauvertrages übernehmen und wäre dann zukünftig auch für die Instandsetzung und etwaige Investitionen in Gebäude und Ausstattung verantwortlich. Als freie, also nicht staatliche, Schule wird diese Realschule laut Ramacher vom Land zu etwa 80 Prozent finanziert.

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe will der Verein unverzüglich mit der Erstellung eines pädagogischen Konzeptes für die zukünftige Schule beginnen. Eine frühzeitige Festlegung auf ein bestimmtes pädagogisches Konzept wurde bewusst nicht getroffen. Der Verein will sich zunächst, nach den Besuchen in Sevelen und Kranenburg, weiterhin bei benachbarten Schulstandorten umsehen, ehe man sich für ein bestimmtes Konzept für Wachtendonk festlegen will. Themen wie zweisprachiger Unterricht von Beginn an oder spezifisch berufsorientierte Konzepte werden Teil der Diskussion sein.

Eine weitere Aufgabe des Vereines wird sein, rechtzeitig vor dem Start der neuen Schule die für eine erste Klasse notwendigen Lehrer einzustellen. Ramacher: „Denkbar sind junge Lehrer zum Aufbau der neuen Schule, daneben auch Kräfte auf 450-Euro-Basis.“

Das gesamte Konzept der neuen Schule ist in Form eines Antrages bei der zuständigen Bezirksregierung vorzulegen, die diesen Antrag genehmigen müsste, damit der Schule die Förderungen im Rahmen des Schulgesetzes NRW bewilligt werden können. Der Verein hat sich für die Form einer Realschule entschieden, da man diese für die flexibelste Schulform hält, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen umsetzbar ist.

Kontakt aufnehmen kann jeder, auch interessierte Lehrer, über info@FreieRealschule.de (diese E-Mail leitet weiter zum geschäftsführenden Vorstand).