In Wachtendonk bei Waldbrandgefahr Feuerwerk genehmig

Wachtendonk : Feuerwerk trotz Waldbrandgefahr: In Wachtendonk wird Kritik laut

Für Verwunderung hat bei manchen Wachtendonkern ein Feuerwerk gesorgt. Abgebrannt während der Hitzeperiode mit erhöhter Waldbrandgefahr. Was bei Bürgern die Frage aufwirft, ob da die Genehmigungsbehörden geschlafen haben.

Das kritisierte Ereignis fand am 4. August statt. Bei der Jubiläumsfeier eines Gewerbebetriebs im Müldersfeld wurde ein Feuerwerk entzündet. Gleichzeitig fand an der Burgruine das Burgfest statt. Da habe es, schreibt eine Wachtendonkerin, zahlreiche Vorkehrungen und Auflagen gegeben, um einen Waldbrand zu verhindern. „Wenige Meter Luftlinie entfernt allerdings war diese Angst vor einem entfachenden Feuer offensichtlich nicht so ausgeprägt, dass man ein privates Feuerwerk absagen mochte.“ Hätte man durch den am gleichen Tag ausgebrochenen Waldbrand in Straelen nicht sensbilisiert sein müssen? Das fragt sich die Bürgerin und spricht von einem „Genehmigungsfehler“ der zuständigen Behörden.

Dem widerspricht Herbert Bosch vom Wachtendonker Ordnungsamt. „Die Prüfung der vom Antragsteller vorgelegten Anzeigeunterlagen durch die Bezirksregierung Düsseldorf hat ergeben, dass die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen für Art und Umfang des Feuerwerkes ausreichend waren und ein ausreichender Schutzabstand gegeben war“, teilte er auf Anfrage mit. Das Feuerwerk sei ordnungsgemäß angezeigt worden. Das heißt: „Es wurde uns mitgeteilt, dass man es machen will. Wir als Gemeinde haben dann die Bezirksregierung beteiligt“, erklärte Bosch. Aus Düsseldorf kam dann die Genehmigung. Auch sei das Feuerwerk von einem Pyrotechniker einer Essener Firma abgebrannt worden, der die laut Sprengstoffgesetz erforderliche Erlaubnis besaß.

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Darüber hinaus wurde laut Bosch das Feuerwerk mitten auf einem Feld abgebrannt, das vorher umgegraben wurde. Das habe er am Morgen des Veranstaltungstages selber gesehen. Auch gebe es dort kein Waldgebiet. Schon wegen der Fachkenntnisse und der Verantwortlichkeit eines Inhabers eines Erlaubnisscheins laut Sprengstoffgesetz „gab es von hier keine Bedenken“. Gleichwohl sei wegen der Trockenheit ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Fachfirma geführt und seien die Gegebenheiten erörtert worden. Bosch stellte in diesem Zusammenhang auch klar: „Hätte es sich um eine Hochzeit gehandelt, bei der von Silvester übrig gebliebene Böller abgebrannt werden sollten, hätten wir Nein gesagt.“

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