In Straelen wird das Schulzentrum neu gestaltet mit Bürgerbeteiligung

Stadtentwicklung: Straelens Schulzentrum verschönern

Gut 1,2 Millionen Euro werden in die Neugestaltung des Außengeländes an den Straelener Schulen, Sporthallen und Bofrost-Halle investiert. Dabei sollen alle Straelener ihre Ideen einbringen. Auftakt des Prozesses ist am 16. Januar.

Für Bürgermeister Hans-Josef Linßen ist es neben dem Umbau der Wälle einer der Schwerpunkte im Integrierten Handlungskonzept Innenstadt Straelen 2022 (InHK): die Umgestaltung der Außenanlagen im Schulzentrum. Das rund 5,5 Hektar große Gelände soll durch ein einheitliches Aussehen attraktiver werden. Und dabei sollen die Bürger von Anfang an ihre Ideen einbringen. Mit dem Büro Mersmann Landschaftsarchitekten aus Krefeld und dem Büro StadtRaumKonzept aus Dortmund will die Stadt diesen Beteiligungsprozess anstoßen.

Alles in allem 1,23 Millionen Euro sollen in die Umgestaltung des Schulzentrums investiert werden. „Es gibt an einer Stelle viele Nutzer“, beschreibt Beatrix Mersmann vom Büro Mersmann die Situation. Es gebe die Schulen, die Sporthallen, die Bofrost-Halle und das Jugendzentrum JuSt. „Das ist ein interessantes Konglomerat, das durch die Gestaltung zu einer Einheit gemacht werden soll.“ Denkbar sind laut Stadtverwaltung unter anderem attraktive Grünanlagen, die Umgestaltung der Fontanestraße, ein einheitliches Beleuchtungssystem, eine gute Orientierung durch verbesserte und einheitliche Wegweiser sowie ein multifunktionaler integrierter Schul-Campus auch für außerschulische Zwecke. „Damit das funktioniert, wollen wir die Bürger ins Boot holen“, betont Beatrix Mersmann, die sich mit ihrem Team vorrangig um die Planung kümmert.

Die Beteiligung der Bürger soll das Dortmunder Büro ins Rollen bringen. „Unser Credo lautet ,Nichts ohne die Betroffenen’“, erklärt Anne Behlau von StadtRaumKonzept, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Marion Kamp-Murböck auf die Straelener zukommen will. Seitens der Stadt habe man sich hinsichtlich der intensiven Beteiligung der Bürger ausleben können. Behlau: „Das ist längst nicht überall selbstverständlich.“ Jetzt hofft Bürgermeister Linßen, dass das Angebot zum Mitmachen auch genutzt wird.

Schon bei der Analyse der Lage sollen die Bürger dabei sein. Danach sollen sie ihre Ideen äußern, die dann in die Konzeptentwicklung einfließen.

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Adressaten sind vor allem die Nutzer des Schulzentrums: fast 2000 Schüler in 62 Klassen, deren Lehrer und Eltern. Die Dortmunder verteilen Poster an die Klassenlehrer, mit den Schülervertretern wird in einer Kreativ-Werkstatt gearbeitet. Auch Lehrer und Eltern erhalten Aufgaben, um sich ihre Gedanken zu machen. Für eine Aufwertung des JuSt wird mit den Mitarbeitern dort gesprochen. Außerdem werden die Sportvereine und der Kulturring angeschrieben.

Als erstes „Highlight“ für alle Interessierten kommt es bereits am nächsten Mittwoch zum Auftakt-Workshop im Forum. Dort werden das Vorhaben und das Beteiligungsverfahren erläutert. Die ersten Ideen sollen beim öffentlichen Entwurfs-Workshop in der ersten Märzhälfte präsentiert und diskutiert werden. Beim zweiten öffentlichen Entwurfs-Workshop im Juni wird es dann schon konkreter, es geht ins Detail. Zwischendurch gibt es Berichte an die Politik und Einzelgespräche mit den Nutzern.

„Wenn ich etwas mitgestalte, dann ist es auch ein Stück weit meins“, ermuntert Beatrix Mersmann alle Straelener dazu, sich einzubringen. Jetzt müsse man mitmachen, später seien Änderungen nicht oder nur noch schwierig möglich. „Schon am Plan, der im Juni präsentiert wird, ist kaum zu rütteln.“ Denn die Zeit drängt. Vor den Sommerferien soll der Vorentwurf stehen. Im September müssen die Fördergelder bei der Bezirksregierung beantragt werden.

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