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Stefan Rouenhoff in Kerken: In Sachen Niersexpress nicht locker lassen

Stefan Rouenhoff in Kerken : In Sachen Niersexpress nicht locker lassen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff sprach bei einem Besuch in Kerken mit Bürgermeister Dirk Möcking und Ratsmitgliedern.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff setzte in der Gemeinde Kerken bei Bürgermeister Dirk Möcking den Schlusspunkt unter seine diesjährigen Städte- und Gemeindebesuche im Kreis Kleve. Auf dem „Straetmanshof“ erfuhren der Abgeordnete, Bürgermeister und Ratsvertreter mehr über den landwirtschaftlichen Betrieb im Ortsteil Stenden sowie über die aktuelle Lage der deutschen Landwirtschaft.

Die Betreiber Anne und Andreas Straetmans verarbeiten seit 1996 in ihrem konventionellen landwirtschaftlichen Betrieb die vor Ort produzierte Milch zu Bauernkäse. Mittlerweile produziert der Betrieb 18 unterschiedliche Sorten Schnittkäse. Darüber hinaus werden auf dem Hof auch Brot und Backwaren hergestellt. Die hergestellten Lebensmittel werden anschließend im eigenen Hofladen und auf Märkten in Großstädten verkauft.

Ihre Spezialisierung habe dazu beigetragen, dass ihr Betrieb wirtschaftlich geführt werden könne, berichtete das Ehepaar Straetmans. Landwirtschaftliche Betriebe ihrer Größenordnung wären ansonsten kaum rentabel. Neben den hohen Auflagen in der Landwirtschaft erschwere aber vor allem auch die Unkenntnis der städtischen Bevölkerung über Tierhaltung und Produktionsweise die Arbeit vieler Landwirte. Man verfolge eine naturnahe, tierfreundliche Produktionsweise und arbeite unter höchsten Standards. Aber dies werde von einer breiten Öffentlichkeit viel zu selten anerkannt, so Anne und Andreas Straetmans.

Bei dem Gespräch im Rathaus standen weitere Themen auf der Tagesordnung. Sowohl die Gemeindevertreter als auch der CDU-Abgeordnete waren sich darin einig, dass es beim Regionalexpress 10 erheblichen Verbesserungsbedarf gebe, sowohl bei der Schieneninfrastruktur als auch beim Bahnbetrieb. „Kerken ist eine Gemeinde mit hoher Lebensqualität. Die Nähe zu den Ballungszentren ist mit Blick auf die beruflichen Möglichkeiten ein Vorteil. Allerdings kann dieser Vorteil nur dann genutzt werden, wenn eine vernünftige Anbindung in die Ballungszentren existiert. Beim Schienenpersonennahverkehr setzt dies Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit voraus. Hier gibt es jedoch erheblichen Verbesserungsbedarf. Deshalb müssen die Beteiligten in die Pflicht genommen werden“, so Rouenhoff. Der Bundestagsabgeordnete berichtete in diesem Zusammenhang auch von den Fortschritten bei der Modernisierungsplanung der Strecke. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr habe nach mehreren Gesprächsrunden mit Bundes- und Landespolitikern insgesamt vier Millionen Euro für die Modernisierungsplanung der Strecke bereitgestellt. Dies sei eine entscheidende Grundlage dafür, dass weitere finanzielle Mittel zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur bereitgestellt werden.