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In Oermten werden 22 Pappeln gefällt

Verkehrssicherungsmaßnahmen in der Gemeinde Issum : In Oermten müssen 22 Pappeln gefällt werden

Noch in diesem Monat müssen 22 Pappeln am Kemper Steg in Oermten gefällt werden. Bei den Ortskundigen ist der Standort als „Schmuse-Ecke“ bekannt. Der Sturm hat den Bäumen übel mitgespielt.

„An Straßen und öffentlichen Wegen haben wir eine Verkehrssicherungspflicht“, erklärt Klara Cleven vom Bauamt der Gemeinde Issum. Deswegen müssen die Bäume weichen, bevor es zu einem Unfall kommt. Einige Bäume sind aus dem Jahr 1957 und damit mehr als 60 Jahre alt. Das Problem von Pappeln ist, dass sie mit den Jahren nicht stabiler werden, sondern oft von innen ausgehöhlt sind und morsch werden. Gefällt werden auf dem gesamten Stück alle 22 Pappeln, da es keinen Sinn mache, ein oder zwei Pappeln stehen zu lassen. Denn gerade dann seien die einzelnen Bäume noch anfälliger für Sturmschäden. Der letzte Orkan „Sabine“ ist erst eine Woche her. Mit „Victoria“ war am Wochenende ein ebenfalls heftiger Sturm spürbar.

Die Fällungen müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein, weil danach die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes greifen. Um brütende Vögel nicht zu stören, darf ab März keine Baumfällung mehr vorgenommen werden, es sei denn, ein Baum droht umzustürzen und stellt eine Gefahr dar. Dann darf auch außerhalb dieser Zeit gefällt werden.

Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde werde man sich darüber abstimmen, welche Ersatzmaßnahmen nach der Fällung der Pappeln in Oermten nötig sind. Sicher ist, dass man auch auf den Bestand schaut, welche Bäume bisher im Schatten der Pappeln gestanden haben. Diese Bäume haben jetzt Platz, sich auszubreiten.