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In Kapellen läuft das Projekt über Umweltbildung weiter.

Leader-Kooperationsprojekt : Umweltprojekt in St. Bernardin geht weiter

Die Finanzierung ist gesichert. Im Schaubauerngarten in Kapellen betreut Sabine Kotzan auch künftig Aktionen mit einem inklusiven Ansatz.

Das Leader-Kooperationsprojekt „Umweltbildung für alle – Inklusion inklusive“ kann nach einem positiven Bescheid der Bezirksgegierung Düsseldorf und der Zusicherung der Kofinanzierung durch die Stiftung „Umwelt und Entwicklung NRW“ bis 2022 fortgesetzt werden. Zusätzlich zum ursprünglichen Schwerpunkt, der Erhaltung fast vergessener Gemüsesorten wie zum Beispiel der Haferwurzel, kommen jetzt Themen wie Saatgutvielfalt, Wildpflanzen sowie insekten- und naturgerechtes Gärtnern zur Sprache.

„Mit dem Projekt ist es gelungen, ein brandaktuelles und wichtiges Themenfeld in der Region zu verorten und niederschwellig erfahrbar zu machen. Frau Kotzan, die Projektstelleninhaberin beim Nabu, begleitet die Projektumsetzung mit ganz viel Sachverstand und vor allem immer nah am Menschen. Ein absoluter Mehrwert für Interessierte aller Altersgruppen und eine große Bereicherung für Schulen und Kindergärten in der Region“, erklärt Beate Pauls, eine der beiden Regionalmanagerinnen des Projektes.

Ganz neu sind die Angebote für Senioren mit und ohne Demenz. Dafür hat die studierte Landschaftsökologin Sabine Kotzan eine Zusatzausbildung als Gartentherapeutin gemacht. Ab September können außerdem die ersten Gartengeburtstage für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren gebucht werden. Ute Neu, die zweite Regionalmanagerin, freut sich sehr über die Fortsetzung des Projekts. „Das Projekt bringt Natur und Bildung für Menschen mit und ohne Handicap in unvergleichlicher Art und Weise in unserer Region zusammen.“

Der Mittelpunkt des Projekts ist weiterhin der Schaubauerngarten St. Bernardin. Dieser profitiert sehr davon. Thomas Wilmsen, Leiter der Wohnanlage für Menschen mit Behinderungen, erzählt: „Das Projekt verbindet Naturschutz und biologische Vielfalt mit einem starken sozialen Miteinander. Damit ist es auf allen Ebenen zu einer Bereicherung für die in St. Bernardin lebenden Menschen geworden.“ Noch sind Park und Garten für die Öffentlichkeit nicht wieder geöffnet, aber die ehrenamtlichen Gartenhelfer konnten schon alles wieder schön herrichten.